Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg Corona-Krise: Hilfe via Telefon, Chat und App

In den nächsten Wochen gilt es erneut, auf soziale Distanz zu gehen. Dabei ist es wichtig, trotzdem Kontakt zu halten.

An wen kann ich mich wenden?

Immer noch gilt es, auf Distanz zu gehen. Das Einbrechen sozialer Kontakte, innerfamiliäre Probleme oder auch einfach nur Langeweile erschweren die Situation in Zeiten der Corona-Krise. Was hilft ist oft, zu reden. Dafür gibt es viele Anlaufstellen. 

„Wir haben ein offenes Ohr für alle! Die Pastorinnen und Pastoren des Kirchenkreise sind gerne als Ansprechpartner:innen da“, sagt Pröpstin Petra Kallies.

Hier ist die Übersicht der Pastor:innen der Kirchengemeinden Lübeck und Lauenburg mit Telefonnummern und E-mail-Adressen

Chat-Seelsorge für Jugendliche

Schreiben statt schweigen ist das Motto Chat-Jugendseelsorge des Landesjugendpfarramtes . Sie ist Montag, Mittwoch und Freitag jeweils ab 18 bis 20 Uhr online. Wenn der Chat aktiv ist, erscheint im unteren Teil der Seite eine blaue Sprechblase. Nickname aussuchen, auf die blaue Blase klicken und los geht es: anonym, vertraulich, kostenfrei. Der Chatverlauf wird sofort wieder gelöscht. 

TelefonSeelsorge Lübeck ist erreichbar

Reden, mailen, chatten: Die Telefonseelsorge Lübeck ist rund um die Uhr erreichbar. Die kostenfreie Hotline der Telefonseelsorge Lübeck und Deutschland: 0800/111 0 111 und 0800/111 0 222. Alle Infos zur TelefonSeelsorge Lübeck gibt es hier.

KDA-Hotline für Konflikte in der Arbeitswelt

Das Sorgentelefon für die Arbeitswelt wird besetzt von ehren- und hauptamtlichen Beraterinnen und Beratern aus Gewerkschaft und Kirche. Vor 21 Jahren vom Kirchlichen in Dienst in der Arbeitswelt/Lübeck gegründet möchten die Mitarbeiter nun auf Probleme reagieren, die aus der Corona-Krise entstanden sind und noch entstehen werden. Schwerpunkt ist das Konfliktmanagement für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Die Mitarbeiter*innen der Hotline sind zur Verschwiegenheit verpflichtet. Sie haben ein offenes Ohr und bieten eine erste Klärungshilfe bei der Bewältigung beruflicher Sorgen an. Das bisherige Angebot des Konflikttelefons wird um einen Beratungstag erweitert und ist ab dieser Woche dienstags und donnerstags jeweils in der Zeit von 17-19 Uhr unter der Rufnummer 0451-84040 besetzt. Das Angebot ist anonym und kostenfrei. 

Depressionen – was tun?

Betroffene können sich formlos für das Online-Programm „iFightDepression“ der Deutschen Depressionshilfe über die E-Mail-Adresse: ifightdepression@deutsche-depressionshilfe.de für das Programm anmelden.

Normalerweise setzt iFightDepression eine Begleitung durch einen Arzt oder Psychologischen Psychotherapeuten voraus – denn Studien belegen, dass Online-Programme dann besonders wirksam sind. Da viele Patienten durch das Corona-Virus zuhause bleiben müssen und Hausärzte an ihre Belastungsgrenzen stoßen, ist das Programm nun für sechs Wochen auch ohne Begleitung zugänglich.

Häusliche Gewalt – Frauennotruf und Aranat

Der Frauennotruf Lübeck ist telefonisch zu den üblichen Sprechzeiten montags, mittwochs und donnerstags von 9 bis 13 Uhr sowie dienstags und donnerstags von 16 bis 18 Uhr unter Telefon 0451/704640 erreichbar, auch per E-Mail: kontakt@frauennotruf-luebeck.de.

Außerhalb der telefonischen Sprechzeiten können sich Betroffene an das bundesweite Hilfetelefon 0800 116 016 wenden, es ist zu Tag- und Nachtzeiten erreichbar.  

Aranat e. V. mit telefonischer Beratung

Das Lübecker Frauenkommunikationszentrum Aranat bietet Beratung für Frauen in schwierigen Lebenssituationen an und ist jetzt auch über eine Online-Beratung erreichbar. Ein telefonisches Gespräch mit einer Beraterin ist ohne Termin montags bis freitags von 11 bis 13 Uhr und donnerstags von 17 bis 18 Uhr unter Telefon 0451/4082850 möglich.

Suizidgedanken? App „Krisen-Kompass“ begleitet

Schon vor der Corona-Krise hat die Telefonseelsorge Deutschland die App „KrisenKompass“  vorgestellt. Quasi ein Notfallkoffer für die Hosentasche. Damit startet die Einrichtung  eine rein digitale Hilfe für Menschen in der suizidalen Krise. Mit der App erweitert der Verbund das bisherige Angebot und richtet sich damit an drei Gruppen:  Menschen in der suizidalen Krise, Angehörige, Kollegen und Freunde, die unterstützen möchten sowie  Angehörige, die eine Person durch Suizid verloren haben.

Tipps für Entspannung und Tagebuchfunktion

Infos und ein Erklär-Video zur App gibt es hier.

Hier steht die App für den Download bereit:

Android-Betriebssystem

IOS-Betriebssystem

Im KrisenKompass stehen Funktionen bereit, die auch in der Psychotherapie genutzt werden wie zum Beispiel die Aufzeichnung von Stimmungen als Tagebuchfunktion oder das Anlegen eines Safety-Plans. Als Erste-Hilfe-Koffer für den Notfall können in der  App persönliche Archive angelegt werden, um aufbauende Gedanken oder persönliche Fotos, Erinnerungen oder Lieder zu speichern. Erläuterungen von Entspannungstechniken sowie  Kontakte für den Notfall wie TelefonSeelsorge und andere professionelle Anlaufstellen, geben konkrete Hilfestellungen für eine Krise.