Projekt „Sieben Türme will ich sehen“ NDR Nordtour: Die sieben Türme Lübecks

Lübecks Stadtsilhouette wird geprägt von den sieben Türmen.

Gemeinsam mit NDR-Redakteur Karl Dahmen und einem Kamera-Team ging Cornelia Schäfer durch die Altstadt Lübecks und auf den Petri-Turm. „Es war eine überraschende Anfrage zu einem Interview und Filmaufnahmen für die „Nordtour“, sagt die Projektleiterin von „Sieben Türme will ich sehen“. Heraus kam ein interessanter Beitrag mit Archiv-Aufnahmen von 1956, die Lübeck ohne die stolzen sieben Türme zeigt, die nach Palmarum 1942 erst nach und nach wieder aufgebaut wurden.

Der Beitrag vom 13. Februar 2021 ist hier zu sehen. 

Leben in und unter den sieben Türmen

Und Cornelia Schäfer durfte erzählen: vom Leben in den Altstadtkirchen unter den sieben Türmen, von Gottesdiensten und Andachten, Konzerten und Ausstellungen, Veranstaltungen für Kleine und Große. Vom Engagement der Lübecker Bürgerinnen und Bürger für den Erhalt ihrer Kirchen. Der Wiederaufbau der zerstörten Kirchen nach dem Zweiten Weltkrieg wäre anders gar nicht vorstellbar gewesen. 

Kommende Sanierungsmaßnahmen an den Dom-Türmen

Sie sprach zudem von der großen Aufgabe, vor der das Projekt-Team auch jetzt wieder steht: vor umfangreichen Sanierungsmaßnahmen an den Dom-Türmen. Auch die Aktion „Sieben Türme will ich sehen“ wurde vorgestellt, die dieses Mammutprojekt bereits seit mehreren Jahren begleitet mit einem Team aus haupt- und ehrenamtlich Mitwirkenden, deren Gestaltungsfreude und Engagement jederzeit spürbar sind.

Hintergrund: 

Lübeck wird geprägt durch die Sieben-Türme-Silhouette der fünf Kirchen in der Altstadt. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnten erst in den 1960er-Jahren die letzten fünf endgültig wiederhergestellt werden. Jetzt sind sie wieder gefährdet, die Zeit hinterlässt Spuren an der Substanz, die Vergänglichkeit wird sichtbar. Die Initiative „Sieben Türme will ich sehen“ kümmert sich um den Erhalt der Türme, sammelt Spenden und Aufmerksamkeit. Schließlich geht es auch um den Titel des Weltkulturerbes der UNESCO.