Domchöre zu Gast bei Greifswalder Bachtagen

Die Chöre beim gemeinsamen Probenwochenende im lauenburgischen Salem.

Das spätromantische Oratorium „Groß ist Gottes Herrlichkeit“, ein Lobgesang auf die Schöpfung, wird am Sonntag, 22. Juni 2019, von den Lübecker Domchören und dem Greifswalder Domchor bei den Greifswalder Bachtagen aufgeführt. Einen Tag später, am 23. Juni 2019, ist das Werk des niederländischen Komponisten Gerard Bunk (1888-1958) um 18 Uhr im Dom zu Lübeck zu hören.

Breites klangliches Spektrum

„Einer Anfrage der Greifswalder Bachtage für eine Kooperation der Domchöre aus Greifswald und Lübeck stimmte ich im Sommer vorigen Jahres gerne zu“, so Domkantor Klaus Eldert Müller. Mittlerweile gab es zwei gemeinsame Probentage und ein komplettes Chorwochenende, bei denen die Domchöre sich den besonderen Aufgaben mit großer Freude widmeten: Sie schlüpften in die Rolle der Gestirne, Bäume, Blumen, Schneeflocken und Winde. „Dem Publikum wird sich ein breites klangliches Spektrum eröffnen, teilweise erinnert das Werk an Szenen aus Brahms „Requiem“, Humperdincks „Hänsel und Gretel“ oder Mahlers „Sinfonien“, macht Domkantor Müller neugierig. Der Komponist Gerard Bunk war Organist an der Dortmunder Stadtkirche St. Reinoldi und leitete den dortigen Bachchor, für den er auch in den Wirren des Zweiten Weltkriegs sein großes Oratorium schrieb.

Auch in Dortmund aufgeführt

Domkantor Klaus Eldert Müller wirkte ebenfalls an St. Reinoldi – von 1995 bis 2018 und brachte das Werk im Bunk-Jubiläumsjahr 2008 mit dem Bachchor erstmals in der Stadtkirche zur Aufführung. Die Uraufführung erfolgte 1947 wegen der schweren Dortmunder Kriegszerstörungen in Kamen.

Karten für das Konzert im Dom sind für 5 bis 25 Euro im Vorverkauf und an der Abendkasse erhältlich. Mehr Infos gibt es unter www.gerardbunk.de.