Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg Kirchengemeinden arbeiten in zwölf Regionen zusammen

In ihrer Herbstagung beschäftigen sich die Synodalen mit den Veränderungsprozessen in der evangelischen Kirche.

Künftig werden die 57 Kirchengemeinden im Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg verbindlich zusammenarbeiten. Die Synode des Kirchenkreises hat in ihrer Tagung am Montag, 21. September 2021 die Satzung des Kirchenkreises geändert und zwölf Regionen zur pastoralen Arbeit hinzugefügt. Sechs Regionen in der Propstei Herzogtum Lauenburg, sechs Regionen in der Propstei Hansestadt Lübeck.

Bischöfin Fehrs: „Wir können das.“

Kirsten Fehrs, Bischöfin im Sprengel Hamburg/Lübeck der Nordkirche, hatte die Tagung des kirchlichen Parlaments mit einer Andacht und einem Impuls eröffnet. Sie zeigte fünf Trends auf, wie sich die evangelische Kirche derzeit verändert: Regio-lokale Zusammenarbeit, Digitalisierung, weniger Gremien, weniger Bürokratie und die Einrichtung von Kasualagenturen. Die Bischöfin ermutigte die Synodalen und Gäste in der Lübecker Marienkirche, sich den Veränderungsprozessen zu stellen. „Auf zu neuen Ufern. Wir können das. Stärken wir uns in unseren Stärken.“

Zukunft Kirche 2030: Zwölf Regionen konkretisieren Zusammenarbeit

Die zwölf neuen Regionen im Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg sind das Ergebnis des Projektes Zukunft Kirche 2030, das nun in die nächste Phase gehen wird. „Das Ziel ist es, als Kirche sichtbar zu bleiben und eine Kirche für die Menschen zu sein“, sagt Pröpstin Frauke Eiben. Bis Ende 2021 sind die Regionen im Kirchenkreis aufgerufen, ihre bereits erarbeiteten Konzepte weiterzuentwickeln. Die verbindliche Zusammenarbeit soll konkretisiert und die Aufgaben sowie Rollen der handelnden Personen sollen noch klarer beschrieben werden.

Aufgabenkonzentration, Pfarramt, Gebäude

Der inhaltliche Fokus der pastoralen Arbeit wird dabei auf Verkündigung, Seelsorge, Unterricht und Diakonie liegen. Dabei ist auch die Gebäudesituation zu berücksichtigen. Ein komplexer Prozess, der den haupt- und ehrenamtlichen Akteuren in den Gemeinden viel Zeit und Energie im Tagesgeschäft abverlangt. „Kostensenkung, Konzentration, dauerhafte Finanzierbarkeit – wir können die wirtschaftlichen Aspekte nicht außer Acht lassen“, sagt Pröpstin Petra Kallies. Der Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg stellt weiterhin finanzielle und personalle Ressourcen zur Verfügung, um in diesem Veränderungsprozess voranzukommen.

Innovative Projekte beschlossen

„Haben Sie Mut“, hatte Präses Hagen Sommerfeldt die Synode eröffnet. Vor dem Hintergrund sinkender Kirchengmitgliedszahlen sowie massiver finanzieller Einbrüche beschlossen die Synodalen mit der Einrichtung der Kasualagentur „segensreich“, der Fortführung des digitalen Gottesdienstprojektes #liveline und einer umfänglichen Fortbilungseinheit im Bereich Videokompetenz innovative Projekte aus den Bereichen Seelsorge, Verkündigung und Digitalisierung.

 „Ich freue mich, dass wir in diesem tiefgreifenden Veränderungsprozess nach einer umfänglichen Phase der Planung und Beratung einen Schritt weiter gekommen sind“, sagt Hagen Sommerfeldt, Präses der Synode des Kirchenkreises. Sommerfeldt selbst verkündete aus beruflichen Gründen zum Abschluss der Synode seinen Rücktritt als Vorsitzender des Präsidiums. „Ich habe diese Arbeit gern gemacht und bleibe diesem Gremium und dem Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg als Synodaler weiterhin erhalten.“

Die Synode des Kirchenkreises Lübeck-Lauenburg tagte unter Corona-Bedingungen in der Lübecker Marienkirche.

Auf zu neuen Ufern: Bischöfin Kirsten Fehrs eröffnet mit Andacht und Impuls die Tagung der Synode des Kirchenkreises.

Rückfragen aus der Synode zu Regionalisierung.

Abstimmung während der Herbstsynode in der Lübecker Marienkirche.