Dom zu Lübeck Klaus Müller ist neuer Domkantor

Klaus Eldert Müller ist der neue Kantor am Lübecker Dom

Das Leben ist Veränderung. Und Veränderungen machen auch vor dem Dom nicht halt. Dass KMD Hartmut Rohmeyer seinen (Un)Ruhestand als Kirchenmusiker in Jerusalem verbringt, dürfte schon jeder gehört oder gelesen haben. Seine Nachfolge tritt am 1. März 2018 Klaus Eldert Müller an - er ist der neue Kantor am Lübecker Dom. Müller war aber schon einmal in Lübeck: Er studierte hier und in Hamburg Evangelische Kirchenmusik. Im Gottesdienst am 11. März 2018 um 10.40 Uhr wird der Kirchenmusiker begrüßt - seine offizielle Einführung findet nach der sechsmonatigen Probezeit statt.

Geboren und aufgewachsen ist der 51-Jährige auf der ostfriesischen Nordseeinsel Borkum. Während des A-Studiums sammelte er erste hauptamtliche Erfahrungen auf einer B-Stelle in Reinbek bei Hamburg. Von dort zog er  ins Ruhrgebiet nach Oberhausen/Rheinland und führte die bewährte Chorarbeit seines Vorgängers mit der Ev. Singgemeinde vor, gründete eine Seniorenkantorei und einen Fun-Vocal-Chor. Nach acht Jahren  wechselte Müller nach Dortmund an die Evangelische Stadtkirche St. Reinoldi, einer der größten Kirchen der Evangelischen Landeskirche von Westfalen. „Mit dem Dortmunder Bachchor konnte ich aus dem Vollen schöpfen - wir führten bekannte und unbekannte Werke von Bach bis Mendelssohn auf“. Müller machte sich auch für die Förderung des Nachwuchses mit einer neu gegründeten Kinder- und Jugendkantorei stark. „Mit einer getanzten Matthäuspassion und einer „H-Moll-Messe" und Auszügen aus allen Teilen des „Weihnachtsoratoriums“ von J. S Bach gingen am Ende des letzten Jahres die Feierlichkeiten anlässlich des Jubiläums „125 Jahre Dortmunder Bachchor“ zu Ende“. Für den Kirchenmusiker ein würdiger Schlusspunkt seiner dortigen Arbeit.

Klaus Müller freut sich sehr über seine neue Wirkungsstätte: „Viele wunderbare Aufgaben warten auf mich: die musikalische Arbeit mit den Chören, das Orgelspiel in Gottesdiensten und Konzerten, die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen und natürlich auch das Projekt Faszination Schnitger-Orgel“. Während seines Studiums habe er nicht so viel gesehen von der Hansestadt, „das will ich jetzt alles nachholen“. So freue er sich, die Altstadt zu entdecken, das Meer und die vielfältige Natur rund um die Hansestadt.

„Und ich bin gespannt auf die Begegnungen mit vielen Menschen. Ich wünsche mir einen offenen Austausch. Mir ist klar, dass dies eine Umbruchsituation für die Domgemeinde ist. Aber in Veränderungen liegt auch die große Chance, sich neu zu positionieren und gemeinsam das Leben am Dom weiter spannend zu gestalten“. Der erfahrene Kirchenmusiker möchte auch mithelfen, die gute musikalische Zusammenarbeit der Innenstadtkirchen fortzusetzen und dennoch das eigene Profil des Doms weiter herauszuarbeiten.