Kümmerer Netzwerk Kümmerer Netzwerk: Vortrag "Wandel in der Trauer- und Bestattungskultur"

Simone Kroll-Schilke ist die Projektleiterin des „Kümmerer Netzwerkes“.

Das "Kümmerer Netzwerk" lädt ein: Am Dienstag, 8. September, von 17 bis 19 Uhr, findet der Vortrag „Wandel in der Trauer- und Bestattungskultur“ im Multifunktionssaal im Amt Hohe Elbgeest in Dassendorf statt. Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich: Telefon 0176 / 79557561, E-Mail Kuemmerer@Kirche-LL.de .

Nach fast dreimonatiger Corona-Zwangspause startet das Veranstaltungsprogramm langsam wieder. Ein Kontakt zwischen den Ehrenamtlern und den Hilfesuchenden fand trotzdem statt. Ausgetauscht wurde sich per Telefon, Einkäufe wurden kontaktlos vor die Türen der Senioren und Seniorinnen gestellt.

„Kümmerer Netzwerk“: Die helfenden Hände

Beim „Kümmerer Netzwerk“ des Diakonischen Werkes Herzogtum Lauenburg stehen unterstützungsbedürftige ältere Menschen im Fokus des Projektes. Und der Bedarf wächst stetig. Das „Kümmerer Netzwerk“ gibt es seit dem 1. Juli 2018. Es geht zurück auf eine Idee von Simone  Kroll-Schilke. Das Projekt, das auf drei Jahre befristet ist, wird finanziell gefördert durch die EU, durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und das Land Schleswig-Holstein über die AktivRegion Sachsenwald-Elbe e.V. und der  der Diakonie Stiftung Schleswig-Holstein.  

Projekt des Diakonischen Werkes Herzogtum Lauenburg

Die Ehrenamtlichen des Projektes helfen bei Behördengängen, kaufen ein – und manchmal sind sie einfach nur da: Die Ehrenamtlichen des „Kümmerer Netzwerkes“ sind für viele Senior*innen der Region zu Freunden geworden.

Der Bedarf an Hilfe wächst

„Der Bedarf an Hilfe und Unterstützung wächst.“ Simone Kroll-Schilke, Projektleiterin des „Kümmerer Netzwerkes“, stellt das jeden Tag aufs Neue fest. Leistungsdruck und Globalisierung führten immer mehr zum Zerfall familiärer Strukturen, sagt Kroll-Schilke. Immer mehr der jüngeren Menschen könnten sich immer seltener um die älteren kümmern. „Alle müssen arbeiten“, weiß die Projektleiterin. Die Belege dafür finden sich in Kroll-Schilkes Listen: „Ich erhalte Hilfsanfragen von Kindern und Angehörigen sogar aus Österreich und Israel, deren Eltern in unserer Region leben.“ Häufig würden diese Kinder dann bei den kurzen Besuchen in der Heimat sehen, dass die Eltern alleine nicht mehr zurechtkommen.

17 Ehrenamtliche sind dabei

An diesem Punkt treten die Ehrenamtlichen des „Kümmerer Netzwerkes“ auf den Plan. Gehen mit den Senioren spazieren oder auch mal zum Friseur. Und sie geben die Zuwendung, die den älteren Herrschaften häufig fehlt. Wer wen unterstützt, wer mit wem kann, dafür habe sie ein Auge, sagt Simone Kroll-Schilke. Der Unterstützung voraus geht immer ein Beratungsgespräch, bei dem das Kennenlernen im Mittelpunkt steht. Denn der persönliche Draht muss einfach stimmen. Derzeit kann Simone Kroll-Schilke aus einem Pool von 17 ehrenamtlichen Damen und Herren auswählen. Alle würden nach ihren Möglichkeiten eingesetzt, so die Projektleiterin: „Jeder macht nur das, was er möchte und kann.“ Um ihren engagierten Mitarbeitern „etwas zurückzugeben“, findet ein Mal im Monat ein Austausch im St. Franziskus Gemeindehaus in Schwarzenbek statt. Außerdem werden regelmäßige Fortbildungen für das Team angeboten. Gemeinsam wird dann gelernt, wie man richtig kommuniziert, wie ein Defibrillator funktioniert oder auch welche psychischen Probleme im Alter auftreten können. „Und natürlich gibt es immer Kaffee und Kuchen“, lacht Simone Kroll-Schilke.

Kontakt per Telefon, E-Mail und persönlich

Rund acht Hilfsanfragen erhält das „Kümmerer Netzwerk“ im Monat. Sie kommen aus der gesamten Region und erreichen Frau Kroll-Schilke entweder per Telefon, per E-Mail oder bei ihren Sprechstunden im Rathaus Schwarzenbek und im Ev. Familienzentrum St. Elisabeth.

15 professionelle Netzwerk Partner

Zu den Netzwerk Partnern gehören u.a. der Pflegestützpunkt, der Behindertenbeauftragte der Stadt, das Demenznetz, die Sterbeammen. Die professionellen Partner treffen sich regelmäßig zum Austausch.

Kontakt zum „Kümmerer Netzwerk“

Wer Hilfe und Unterstützung braucht, kann sich unter Telefon 0176 / 79557561 an Simone Kroll-Schilke vom „Kümmerer Netzwerk“ wenden. Auch per E-Mail ist sie erreichbar: Kuemmerer@Kirche-LL.de. Weiterführende Informationen sind erhältlich auf www.diakonie-rz.de. „Und wir sind auch dankbar für jede weitere unterstützende Hilfe“, sagt die Projektleiterin.