Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg Musikalisches Präsidium leitet die Kirchenkreissynode

Glückwünsche von den Pröpstinnen Petra Kallies (li.) und Frauke Eiben (re.) an Anna Christ, Hagen Sommerfeldt und Mathias Harneit.

Hagen Sommerfeldt, Jurist aus Lübeck, ist Präses der neuen Synode des Ev.-Luth. Kirchenkreises Lübeck-Lauenburg. Auf ihrer konstituierenden Sitzung am gestrigen Montag im Möllner Polleyn-Zentrum haben die 61 der 66 Synodalen außerdem Anna Christ, Pastorin in Lütau und Mathias Harneit, Lehrer aus Wentorf, als Vizepräses gewählt. Alle konnten je 60 Stimmen auf sich vereinen. Sechs Jahre lang führen sie nun die Geschäfte der Kirchenkreissynode, bereiten Tagungen vor und leiten diese. Eines ist dem Trio gemein: Alle drei sind musikalisch. Anna Christ und Hagen Sommerfeldt spielen Horn, Mathias Harneit unterrichtet das Schulfach Musik.

„Wir danken dem Präses und seinen beiden Stellvertretern für ihre Bereitschaft, diese verantwortungsvolle Aufgabe zu übernehmen, wünschen ihnen viel Segen und Freude in diesem neuen Amt und freuen uns auf die Zusammenarbeit“, erklären die Pröpstinnen des Kirchenkreises, Petra Kallies und Frauke Eiben. „Wir danken dem bisherigen Präsidium unter Leitung von Joachim Bretzke ausdrücklich für die neun Jahre, die sie das Leitungsamt innehatten und nach der Fusion 2009 die beiden Propsteien unseres Kirchenkreises zusammenführten“. Bretzke stellte sich nicht erneut zur Wahl in das Präsidium.

Neben der Wahl des Präsidiums haben die Synodalen einen Nominierungsausschuss zur Bildung des Kirchenkreisrates und des Finanzausschusses gebildet. Auf der nächsten Synodentagung Anfang Mai werden sich die Kandidaten für den Kirchenkreisrat und den Fachausschüssen vorstellen und gewählt.

In den nächsten sechs Jahren berät und beschließt die Synode des Ev.-Luth. Kirchenkreises Lübeck-Lauenburg im Rahmen des Kirchenrechts über die Angelegenheiten des Kirchenkreises. Außerdem ist sie oberstes Beschlussorgan für Satzungen, Stellenpläne des Kirchenkreises, Haushalt etc., regt Kirchengemeinden zur Wahrnehmung gemeinsamer Aufgaben an, fördert das kirchliche Leben im Kirchenkreis und unterstützt die Kirchengemeinden sowie die Dienste und Werke bei der Erfüllung ihrer Aufgaben. Die Kirchenkreissynode wählt die Mitglieder des Kirchenkreisrates, dem die beiden Pröpstinnen Petra Kallies und Frauke Eiben qua Amt angehören.

Hintergrund:

Die Synode des Kirchenkreises ist ein Gremium aus gewählten und berufenen Laien, Mitarbeitenden und Geistlichen. Die Synode ist vergleichbar mit einem Parlament. Das Präsidium leitet die Synode.

Es besteht gemäß Artikel 50, Absatz 1 Verfassung aus einem Präses und zwei Vizepräses. Der Präses wird aus der Gruppe der ehrenamtlichen Mitglieder gewählt, ein Vizepräses aus der Gruppe der Pastoren und der/die zweite Vizepräses aus der Mitte der Mitglieder der Kirchenkreissynode.

Im September 2017 haben die Mitglieder aller Kirchengemeinderäte, die im November 2016 neu gewählt wurden, aus 116 Kandidaten die Synode gewählt. Die Synode besteht aus insgesamt 66 Mitgliedern, von denen zwei Drittel Ehrenamtliche und ein Drittel Pastoren sowie Mitarbeitende des Kirchenkreises sind.

Im Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg sind 57 Kirchengemeinden zwischen Ostsee und Elbe sowie die Dienste und Werke (Jugendpfarramt, Telefonseelsorge, Frauenarbeit, Ökumene- und Flüchtlingsarbeit, Krankenhausseelsorge und weitere) vereint. Er ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und eine eigenständige Einheit des kirchlichen Lebens. Geleitet wird der Kirchenkreis in gemeinsamer Verantwortung durch die Kirchenkreissynode, den Kirchenkreisrat sowie den beiden Pröpstinnen Petra Kallies und Frauke Eiben.