Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg Neuer Pastor bringt frischen Wind nach Aumühle

Christoffer Sach ist der neue Pastor an der Bismarck-Gedächtnis-Kirche in Aumühle.

„Ich bin Gemeindepastor von Herzen“, sagt Christoffer Sach. Mitten in der Corona-Hochzeit hat der 43-jährige Pastor die Kirchengemeinde Aumühle übernommen – und freut sich nun auf die Vielfalt in seinem neuen Wirkungsfeld.

Neue Gottesdienst-Formate ausprobiert

„In meines Vaters Haus sind viele Wohnungen“, sagt Jesus im Johannes-Evangelium. Für Pastor Christoffer Sach ist das ein wichtiger Leitspruch in seinem neuen Arbeitsumfeld. Gleichzeitig ist es das Motto seiner neuen Gemeinde. „Aumühle ist etwas konservativer als die Stellen, die ich vorher innehatte“, erklärt Sach. Und das findet er gut so. Gerne aber möchte der neue Pastor auch frischen Wind in die Gemeinde bringen. Ein Beispiel dafür waren die Corona-bedingten Open-Air-Gottesdienste, die Sach hier bereits gefeiert hat. „Damit haben wir auch Menschen erreicht, die wir sonst vielleicht nicht abholen.“ Und auch andere Formate schweben dem neuen Pastor vor. Zum Beispiel der Gottesdienst „Kraft-Quelle“: nicht zu lang, aber mit einem Motto mitten aus dem Leben.

Menschen erreichen, die der Kirche nicht nahe stehen

Altes bewahren, Neues pflanzen: Bereits in seiner Zeit bei der Kirche Süderelbe gehörte das zu Sachs Aufgaben. In seiner übergemeindlichen Stelle sollte er auf Menschen zugehen, die der Kirche nicht wirklich nahestanden. „Blickwechsel“ hat Sach diesen Job genannt. Es folgte eine Pfarrstelle in Neugraben, „eine sehr kreative Gemeinde“. „Ich lasse mich gerne auf die Wünsche der Menschen und auf ihre Leben ein“, sagt der 43-Jährige Familienvater.

Acht Jahre in der Kirche Süderelbe

Christoffer Sach hat Theologie in Hamburg und München studiert, sein Vikariat in Hamburg-Horn und später in Winterhude-Uhlenhorst gemacht. Das war fast ein Heimspiel für den Pastorensohn, der 1977 in den Vier- und Marschlanden geboren wurde und in Bergedorf zur Schule gegangen ist. Schließlich verschlug es ihn nach Sylt, wo er als Pastor zur Anstellung gearbeitet hat. Es folgten acht Jahre in der Kirche Süderelbe. Nun ist er mit seiner Frau, seiner 15 Monate alten Tochter und seinem vierjährigen Sohn auf die andere Elbseite gewechselt.

Christoffer Sach ist auch Seelsorger im Augustinum

An Pfingsten ist Pastor Christoffer Sach in sein Amt eingeführt worden. Ein Dreiviertel seiner Stelle füllt er mit Arbeit in der Kirchengemeinde aus, 25 Prozent seiner Arbeitszeit bestreitet er als Seelsorger in der Seniorenresidenz Augustinum in Aumühle. Mit seiner Familie hat er das Pastorat an der Aumühler Bismarck-Gedächtniskirche bezogen. „Wir wollten eigentlich eine Wohnung suchen, haben das dann aber wieder verworfen“, erzählt Sach. „Hier ist es nun sehr schön. Wir sind vom Gefühl her schon länger da.“ Im Sachsenwald kann Sach seinen Hobbys nachgehen: Er joggt gerne und hat sich im Keller des Pastorats ein kleines Fitnessstudio eingerichtet. Ausgleiche für den bisweilen stressigen Beruf des Pastors: „Man muss Humor und Freude mitbringen“, findet der neue Pastor in Aumühle.