Klein Grönau Plattdüütsche Andachten bis Erntedank wieder in der Kapelle

Das Hagentrio spielt zu den Plattdütschen Andachten in der Wegekapelle Klein Grönau.

Von Pfingsten bis Erntedank gibt es (nicht nur) für Fans der plattdeutschen Sprache wieder die „Plattdüütschen Andachten“ in der Wegekapelle in Klein Grönau. Der Auftakt ist am Pfingstsonntag, 9. Juni 2019, mit Pröpstin Petra Kallies. Die Andachten beginnen immer um 9 Uhr.

„Ich freue mich über diese besonderen Gottesdienste für Frühaufsteher zwischen Pfingsten und Erntedank – in unserer kleinsten Kirche, ohne Strom und Heizung. Ich kann zwar fehlerlos Platt verstehen, aber leider nicht sprechen. Meine Ansprachen werden also in Hochdeutsch sein; alle anderen Predigerinnen und Prediger sind leidenschaftliche Plattdeutsche. Unbedingt vorbeischauen!“, so die Pröpstin.

Die Andachten werden seit 38 Jahren von dem „Hagen-Trio“ begleitet, das sich aus dem Ehepaar Gertrud und Hermann Leutz sowie Jürgen Hagen zusammensetzt. Sie beginnen um 9 Uhr mit dem Glockengeläut und einem Musikvorspiel. Es folgen eine Kurzandacht mit Chorälen, manchmal ein Solo, und ein Nachspiel. Die Kollekten der Andachten gehen zum vierten Mal an das Kinderhospiz „Die Muschel“ in Bad Segeberg.

Die einzelnen Termine:

9. Juni 2019: Pröpstin Petra Kallies mit Abendmahl, Pfingstsonntag (hochdeutsch)

16. Juni 2019: Dörte Eitel

23. Juni 2019: Volker Schauer

30. Juni 2019: Brigitte Fokuhl

7. Juli 2019: Henning Eggers

14. Juli 2019: Jürgen Hagen

21. Juli 2019: Brigitte Fokuhl

28. Juli 2019: Christian Kiesbye

4. August 2019: Christine Roose-Hagedorn und Team

11. August 2019: Christian Kiesbye

18. August 2019: Dörte Eitel

25. August 2019: Maike Bendig mit AM

1. September 2019: Petra Kallies (hochdeutsch)

8. September 2019: Jürgen Hagen (Tag des Denkmals)

15. September 2019: Henning Eggers

22. September 2019: Volker Schauer

29. September 2019: Maike Bendig

6. Oktober 2019: Anja Bergemann mit Abendmahl (Erntedank)

Hintergrund:

Die Wegekapelle in Klein Grönau wurde 1409 als Gebetshaus für die Bewohner des gegenüberliegenden Siechenhauses geweiht und blickt auf über 600 Jahre wechselvolle Geschichte zurück. Sie gehört zum Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg und ist 6,30 Meter breit und 9,10 Meter lang. Die Kapelle hat einen rechteckigen Grundriss. Sie wurde 1659 restauriert – damals erhielt sie auch den heutigen Dachreiter. Der Fußboden wurde 1841 erneuert. Sie hat zwei „Schwestern“: eine im Jahr 1973 gesprengte Kapelle des Siechenhauses vor Dassow und eine noch stehende in Weitendorf, kurz vor Wismar.

Klein Grönau, das die Kapelle, das Siechenhaus und ein Gehöft mit Reihenkaten umfasst, ist eine Lübecker Enklave: 1423 ging das Areal an die Hansestadt, später kamen Koppeln dazu. Das Gebiet ist fast komplett von der lauenburgischen Gemeinde Groß Grönau umschlossen.