Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg Regenbogen-Logo und CSD-Gottesdienst

Die Pastorinnen Inga Meißner (li.) und Anne Mareike Müller präsentieren das bunte Kirchenkreis-Logo und freuen sich schon auf den CSD-Gottesdienst in St. Marien.

Zum Christopher-Street-Day (CSD) in der Hansestadt soll das Logo des Kirchenkreises Lübeck-Lauenburg in Regenbogenfarben erstrahlen. Der Kirchenkreis möchte damit ein Zeichen der Solidarität mit queeren Menschen setzen. Auch einen ökumenischen Gottesdienst zum CSD wird es wieder geben.

Logo des Kirchenkreises in Regenbogen-Farben

Entstanden ist die Idee eines Logos in Regenbogenfarben bei den Vorbereitungen zum CSD-Gottesdienst. „Wir werden Postkarten zur CSD-Woche herausbringen, da fehlte uns ein entsprechendes Logo“, erklärt Marien-Pastorin Inga Meißner. Gemeinsam mit anderen sitzt sie in der Planungsgruppe des Gottesdienstes, der in diesem Jahr wieder in St. Marien stattfinden wird. „Wir haben dann bei den beiden Pröpstinnen angefragt, ob wir das machen können“, erinnert sich Inga Meißner. Die Antwort kam schnell und war eindeutig: „Ja, sofort machen!“

Motto des CSD-Gottesdienstes: Licht an

Gesagt, getan. Die erste Version des bunten Logos entstand in Handarbeit. „Das war noch vor dem Eklat um die regenbogenfarbene Beleuchtung des Münchener Olympiastadions zur Fußball-WM“, sagt Inga Meißner. Nun sitzt eine Grafikerin an der professionellen Ausgestaltung des Logos zum CSD. Aus der Aufregung in München aber entstand die Idee, St. Marien abends regenbogenfarben zu illuminieren. Nicht nur deshalb ist das diesjährige Motto des CSD-Gottesdienstes „Licht an“. „Das Motto ist angelehnt an das Matthäus-Evangelium, in dem es heißt: Du sollst dein Licht nicht unter den Scheffel stellen“, erklärt die ebenfalls an den Planungen beteiligte Bugenhagen-Pastorin Anne Mareike Müller.

Zum CSD soll ein Zeichen gesetzt werden

Und auch damit schließt sich ein Kreis. Denn in diesem Jahr steht der Christopher-Street-Day in Lübeck unter dem Motto „#Bleibsichtbar“. Es soll eine Aufforderung an queere Menschen sein, auch in Zeiten von Corona nicht in der Versenkung zu verschwinden. „Wir wollen mit unserer Beteiligung am CSD ein Zeichen setzen und ein Teil der Community sein“, so Anne Mareike Müller. „Wir setzen uns für das Thema ein, weil uns die Menschen am Herzen liegen“, ergänzt Inga Meißner. Passend zum CSD-Motto predigen beim CSD-Gottesdienst queere Jugendliche, unterstützt von der Marien-Pastorin.

Gottesdienst am 20. August in St. Marien

„Der CSD-Gottesdienst wird jedes Jahr ein bisschen größer“, weiß Anne Mareike Müller. Nach den Anfängen in der Auferstehungsgemeinde auf Marli zog der Gottesdienst um in die Bugenhagen-Gemeinde in Buntekuh. Seit 2019 findet er in St. Marien statt, im Herzen Lübecks. In diesem Jahr ist er ökumenisch: Beteiligt sind auch reformierte und erstmals katholische Christ:innen. Besucher:innen dürfen sich freuen auf eine Segnungsphase, interaktive Fürbitten und einen Auftritt des Lübecker Kneipenchores. Stattfinden wird der CSD-Gottesdienst am Freitag, 20. August, 18 Uhr. Beim CSD-Straßenfest am Sonnabend, 21. August, wird der Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg mit einem Stand vertreten sein. Und natürlich mit dem Regenbogen-Logo.

Hintergrund:

„Queer“ ist ein Sammelbegriff. So nennen sich Menschen, deren Sexualität von der vermeintlichen heterosexuellen Norm abweicht. Schwule und lesbische Menschen finden sich unter diesem Dach, aber auch Transsexuelle und beispielsweise auch Inter- und Bisexuelle. Das gemeinsame Zeichen all dieser Menschen ist die Regenbogenflagge.