St. Jakobi St. Jakobi, Lübeck: Requiem am Buß- und Bettag

In der Lübecker Jakobikirche findet am Mittwoch, 22. November 2017 ein Requiem für die Opfer der Flüchtlingspolitik Europas statt. Es warten Informationen, Gedenken und Musik.

Beginn ist um 18 Uhr. Wie ist die Situation der Geflüchteten an den Grenzen Europas und auf dem Mittelmeer? Was geschieht, wenn zivilgesellschaftliche Hilfsorganisationen sich in Zeiten der europäischen Asylpolitik um Zuzugsbegrenzung, Ausweisungs- und Abwehrmaßnahmen  aufmachen, um dem elementaren Gebot der Rettung von Seenotopfern zu folgen?

Michael Schwickart von der Organisation Sea-watch e.V. wird dazu in der St. Jakobi-Kirche im Rahmen des diesjährigen Gedenkens der Opfer an den europäischen Außengrenzen sprechen. Die Informationen und Stellungnahmen eines Augenzeugen fügen sich in den Ablauf eines Abendgottesdienstes am Buß- und Bettag, mit dem die Jakobigemeinde, die Flüchtlingsbeauftragte des Ev.Luth. Kirchenkreises Lübeck-Lauenburg und der Landesbeauftragte für Flüchtlings-, Asyl- und Zuwanderungsfragen das Thema und die Menschen in den Blick und ins Gebet nehmen möchten. Sie nennen es Requiem, weil damit der Tausenden von Toten gedacht wird, deren Hoffnung auf eine bessere Zukunft als unter Krieg, Folter, Gewalt und Elend sich nicht erfüllen. Zu der Veranstaltung gehört am Ende eine symbolische Kranzniederlegung am Rettungsboot der Pamir mit einem anschließenden Fürbittengebet. Musikalisch wirken internationale Musikerinnen und Musiker der orientalischen Kulturgruppe aus dem Haus der Kulturen mit.