Krummesse Verstimmt, aber geliebt – Die Orgel muss saniert werden

Krummesse Orgel

Die Kirchengemeinde Krummesse sammelt Spenden für die Sanierung der Orgel. „Eigentlich ist die alte Dame noch ziemlich fit für ihr Alter“, sagt der KGR-Vorsitzende Pastor Ulrich Schwetasch. Erbaut wurde sie vom Lübecker Orgelbauer Matthias Joachim Vogel im Jahr 1767. Mehrmals wurde sie erneuert und umgebaut: 1842 durch die Firma Vogt (Lübeck), 1933 durch die Firma Kemper (Lübeck) und 1967 durch die Firma Becker (Kupfermühle). „Nun muss sie dringend überholt und gereinigt werden.“ Das möchte die Kirchengemeinde gern im nächsten Jahr in Angriff nehmen.

Der Kostenvoranschlag hat ergeben, dass etwa 30.000 Euro benötigt werden. 10.000 Euro hat die Gemeinde bereits zusammengesammelt. „Wir hoffen weiter auf Unterstützung durch Gemeindeglieder und musikbegeisterte Menschen“, so der Pastor. Die Gemeinde hofft, dass bis zum nächsten Jahr ein Großteil des Geldes zusammen ist.

Bei der Krummesser Orgel handelt sich um ein neobarockes Instrument mit historischem Prospektgehäuse und historischen Pfeifen. „Der historische Bestand ist erhaltens- und schützenswert“, sagt KMD Hans-Martin Petersen, Orgelsachverständiger der Nordkirche. Er hat die Orgel vor drei Jahren untersucht und dabei erhebliche Defizite festgestellt: Staub, Schimmelbefall machen der alten Dame zu schaffen, einige Register klemmen, und ganz sauber klingt sie auch nicht mehr. „Das Pfeifenwerk sollte gründlich intoniert werden“, empfiehlt er.

Kirchenmusikerin Friederike Raupers spielt gern auf diesem Instrument „Sie passt sich fabelhaft an den Raum an“, sagt sie. Auch der Ort ist optimal. Die Orgel-Empore ist in Krummesse nur ein etwas erhöhtes Podest am Westende des Kirchenschiffs. Die Organistin sitzt nah an der Gemeinde „Von hier aus kann ich spielen und gleichzeitig Blickkontakt haben mit dem Chor oder Posaunenchor auf dem gegenüberliegenden Podest.“

Weitere Informationen kann man im Kirchenbüro, bei den Pastoren oder der Kirchenmusikerin erfragen