Vernissage: SkullTales

Kultur auf dem Gottesacker - Grün ist die Hoffnung.

Die von Anja Nitz kuratierte Ausstellung lässt Positionen der Gegenwart und der Vergangenheit in einen Dialog treten:
Ein Erzählstrang befasst sich mit alltäglichen Gegenständen im Format „Totenkopf“, deren Besitzer:innen die Vergänglichkeit in ihre Wohnzimmer und Kleiderschränke holen - von der Gürtelschnalle bis zum Dekorationsobjekt. Die nach einem Internetaufruf erhaltenen Exponate werden mit einem schriftlichen Statement der Besitzer ausgestellt und geben so einen Einblick in die Faszination, die dieses starke Zeichen des Todes ausübt und fragen nach der Gegenwart des Todes im Leben.
Die Besucher erfahren, warum zwanzigjährige rauchende Hipster in die Platte eines Schädels aschen, aber auch, mit welchen profunden Interesse am Prozess des Vergehens ein Dreiundachzigjähriger Krägen von Totenhemden bewahrt.

Diesem heutigen Zugriff treten Zitate der barocken Stilllebenmalerei mit der Einbeziehung des Memento Mori gegenüber. Mit symbolisch aufgeladenen Alltagsgegenständen sowie Blumen und Obst werden Stillleben von Malern wie Jan Davidzoon de Heem und Adriaen van Utrecht nachgestellt und in den zwei Wochen der Ausstellung dem natürlichen Verfall preisgegeben. Wer die Ausstellung sowohl zu Beginn als auch zum Ende besucht, wird das unausweichliche Vergehen, Verwelken und den Farbwechsel der Lebensmittel und Blütenarrangements verfolgen können. Prozesse von Veränderung und Transformation werden sichtbar.

Die Vernissage wird begeleitet durch Stefan Battige (historische Harfe) und durch Wortimpulse von Pröpstin Frauke Eiben.

Weitere Informationen

Veranstalter Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg - Friedhofsbeauftragter

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