Lübeck

nord.kirche.klang. Die Nordkirche feiert die Musik in Lübeck

Lübeck. Das Kirchenmusikfest der Nordkirche ist gestartet: Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt hat am Freitag (19. Juni 2026) vor mehreren hundert Besuchenden auf dem Markt in Lübeck das dreitägige Happening mit Konzerten, Workshops und Begegnungen eröffnet. 

“Martin Luther lobte die Musik als Kunst, die Traurige fröhlich macht und Verzagte aufrichtet. Sie galt ihm als Gabe Gottes, die Menschen erfrischt und Herzen zufrieden macht”, sagte die Landesbischöfin. Sie freue sich, mit all den Posaunenmusikern, Instrumentalisten, den Sängerinnen und Sängern in der Hansestadt zu sein. “Was wäre unsere Kirche ohne Kirchenmusik”, bekundete Kristina Kühnbaum-Schmidt. 

Landesbischöfin eröffnet Veranstaltung 

Mit Glockenschlag von St. Marien zu Lübeck, pünktlich um 19 Uhr eröffnete die Landesbischöfin mit Bläser:innen aus der gesamten Nordkirche das Musikwochenende. Unter den Teilnehmenden: Holger Mau, Leiter des Posaunenchores aus Hamburg-Schnellsen. Die Gruppe feiert ihr hundertjähriges Bestehen, “ich freue mich unheimlich auf die kommenden Tage”, betonte der 61-Jährige, der selbst seit 47 Jahren im Posaunenchor seiner Kirchengemeinde aktiv ist, davon 33 Jahre alt Verantwortlicher. 

Vorfreude bei Teilnehmenden

“Das Musikfest hat noch nicht richtig begonnen, da habe ich schon so viele alte gute Bekannte getroffen, mit denen ich mich gleich für Konzerte verabredet habe”, sagte Ulrike Henning, Leiterin des Posaunenchors aus Bad Segeberg. Sie bezeichnete das Kirchenmusikfest als perfekte Kontaktschmiede für Kirchenmusizierende allen Alters.

nord.kirche.klang. ist das Motto der Großveranstaltung. Ein Highlight zu benennen, das sei quasi unmöglich, betonten Konja Voll und Hans-Jürgen Wulf, Landeskirchenmusikdirektoren der Nordkirche. Das Programm habe für jeden etwas zu bieten - von Paul Gerhardt über Mozart bis zu Gospel und Pop. 

3500 Musizierende aus der Nordkirche

“Ein besonderes Erlebnis wird sicher der Open-Air-Abschlussgottesdienst am Sonntag auf der Lohmühle werden”, ist Dennis Bischoff, ehemals Pop-Kantor an St. Matthäi und jetzt Leiter des Fachbereichs Popmusik der Nordkirche, überzeugt. Er organisiert mit den Landeskirchenmusikdirektoren, Musikreferent:innen und anderen das Fest. "Erstmals kommen alle Formen der Kirchenmusik in der Nordkirche zu einem gemeinsamen Fest für ein ganzes Wochenende zusammen: Kantoreien, Pop- und Gospelchöre, Jugendchöre, Kinderchöre, Posaunenchöre, Jungbläser:innen", sagt Bischoff. 

Freude bei Lübecks Propst

Insgesamt werden mehr als 3500 Musizierende in der Hansestadt erwartet. Allein 800 Teilnehmende waren am Freitagabend im Dom zu Lübeck beim Singalong des Mozart-Requiems mit dabei. Zeitgleich fand das Eröffnungskonzert für Blechbläserinnen und Blechbläser in St. Marien zu Lübeck statt. “Ich freue mich, dass so viele Menschen aus dem Osten und dem Westen zu uns nach Lübeck gekommen sind, um ein Wochenende die ganze Vielfalt der Kirchenmusik zu feiern. Das Herz der Nordkirche schlägt in unserer Stadt”, sagte Lübecks Propst Oliver Erckens.

Der Sonnabend (20. Juni 2026) steht im Zeichen von Workshops, besonderen Proben für Kinderchöre und Jungbläser. Die Lübecker Innenstadt wird ab 13 Uhr zur Bühne für Orgelmusik in St. Jakobi und offenes Singen auf dem Marktplatz und musizieren unter freiem Himmel an verschiedenen Orten. Am Nachmittag finden Konzerte des Kinderchortreffens und allen Bläsern des Kirchenmusikfestes statt. Stimmungsvoll wird es bei einem Evensong in St. Jakobi, der Nacht der Chöre im Dom und dem Mitsing-Konzert „wunderstill“ in St. Marien. 

Konzerte für Jugend- Pop- und Gospelchöre, für Bläserchöre und -ensembles, prägen den Abend. Nächtliche Abendandachten und ein Mitternachtskonzert „Töne des Friedens“ schließen den zweiten Tag des Kirchenmusikfests ab.

Abschlussgottesdienst im Fußballstadion 

Der Sonntag (21. Juni 2026) bringt einen Abschlussgottesdienst am besonderen Ort: Im Fußballstadion an der Lohmühle treffen sich Sängerinnen und Sänger, Blechbläserinnen und Bläser mit vielen Teilnehmenden aus der Region und der Nordkirche um 11 Uhr zu einem klangvollen Finale. 

Weitere Informationen gibt es hier. 

Ohne ehrenamtlich Helfende geht nichts - wie hier von den Evangelischen Pfadfindern aus Geusen-Grube.