Ausstellung von Georges Adéagbo: "Jedem sein Kreuz..!"

In raumgreifenden Installationen kombiniert Adéagbo Bilder, Objekte, Fundstücke und Artefakte zu komplexen Geschichten rund um die Themenkreise Kolonialismus, Religion und Kunst.

Die künstlerische Praxis von Georges Adéagbo (*1942) ist ein Erzählen mit Dingen. In raumgreifenden Installationen kombiniert er Bilder, Objekte, Fundstücke und Artefakte zu komplexen Geschichten rund um die Themenkreise Kolonialismus, Religion und Kunst. Dabei entstehen fein- und grobmaschig verwebte Narrative, Assoziationsketten und Diskussionen um Identität und Differenz, die als kulturgeschichtliche Puzzles mit hohem kritischen Potenzial akademische Diskurse und Alltagkultur zusammenbringen. 
Adéagbos Assemblagen starten immer von einem zentralen Objekt, das eine bestimmte Idee oder Kontext symbolisiert von dem aus sich Assoziationsketten materialisieren. Eine wesentliche Tätigkeit ist das Sammeln von Symbolträgern am jeweiligen Ausstellungsort. Adéagbo taucht in den lokalen Kontext ein, um die Identität des Ortes kennenzulernen. Die bei diesem Umherschweifen gesammelten Objekte und Informationen werden den Installationen einverleibt. Auf diese Weise schreibt sich ein ortspezifischer Moment in seine Themen ein. In Adéagbos westafrikanischer Perspektivierung entsteht so ein transkultureller Dialog. Seine Arbeiten demonstrieren einen kulturellen Transfer, der nicht mehr eurozentristisch gedacht ist. In diesem Sinne sind seine Installationen ein alternatives Modell von Globalisierung, das sich an der Lebenswirklichkeit des Menschen orientiert.

Weitere Informationen

Veranstalter Overbeck-Gesellschaft und St. Petri Kuratorium

Leitung Dr. Oliver Zybock, Direktor der Overbeck-Gesellschaft

Ort St. Petri (Kultur- und Universitätskirche) Petrikirchhof 1, 23552 Lübeck Weitere Veranstaltungen an diesem Ort

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