Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg #liveline-Gottesdienst aus Lübeck: Wem will ich folgen?

Pastorin Katja von Kiedrowski predigt bei #liveline über Versuchungen und Versucher. Copyright: Guido Kollmeier

Lübeck. Mit dem Online-Gottesdienst am 18. Februar 2024 um 10 Uhr auf YouTube (https://youtube.com/live/EJVQcEMv-a8) geht das #liveline-Team aus Lübeck in die Passionszeit.

Die Fastenzeit beginnt

Die sieben Wochen zwischen Aschermittwoch und Ostern sind in den Kirchen traditionell eine Fastenzeit – viele Gläubige versuchen, für sieben Wochen durch Verzicht oder bewussteres Verhalten ihr Wertesystem und ihre Lebensziele zu überprüfen oder neu auszurichten. „Gibt es etwas, das ich ändern will oder mache ich endlich einmal das, was ich immer wieder verschoben habe?“ fragt sich auch Pastorin Katja von Kiedrowski, die am Sonntag die Predigt hält.

Wem vertraue ich?

In der Fastenzeit kann es durchaus um große Themen gehen: „Für mich liegt dieses Jahr ein Thema obenauf: Ich möchte weiter in einer freiheitlichen Demokratie leben“, betont die Theologin. „Aber die Welt ist kompliziert geworden, es scheint nicht möglich, einen Überblick über alle wichtigen gesellschaftlichen oder politischen Fragen zu behalten. Umso wichtiger, dass ich mich immer wieder frage: Auf was und auf wen vertraue ich eigentlich?“ Eine biblische Geschichte steht im Mittelpunkt des Gottesdienstes: Der Teufel versucht in der Wüste, Jesus von seinem Weg abzubringen. Für Katja von Kiedrowski ein aktueller Text: „Es gibt auch heute politische Rattenfänger:innen, die versuchen, die Öffentlichkeit mit vermeintlich einfachen Antworten auf komplexe Fragen auf ihre Seite zu ziehen. Vor solchen Verführer:innen Augen und Ohren offen zu halten, ist eine Herausforderung, der ich mich als Christin stellen muss.“ 

Was ist #liveline?

#liveline ist ein digitales Gottesdienstprojekt des Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg und der Lübecker Kirchengemeinde in St. Jürgen. Seit März 2020 versammeln sich regelmäßig mehrere hundert Menschen von Asien über England bis in die USA in einer digitalen Gottesdienst-Gemeinde. Zuschauende können eigene Gebetsanliegen und Fürbitten auf digitalem Weg in den Gottesdienst einbringen, Menschen mit Hörbeeinträchtigung nehmen durch die Gebärdensprachübersetzung und Untertitel barrierefrei am Gottesdienst teil.