Propstei Lübeck „Luther leuchtet“: Cordula Folchnandt ist neue Koordinatorin

Diakonin Cordula Folchnandt übernimmt die Koordination des Mehrgenerationen-Projekts „Luther leuchtet“ in der Luther-Melanchthon-Gemeinde Lübeck. Copyright: Katharina Micheel

Lübeck. Das Mehrgenerationen-Projekt „Luther leuchtet“ in der Luther-Melanchthon-Gemeinde Lübeck hat eine neue Koordinatorin: Diakonin Cordula Folchnandt übernimmt ab sofort die vielfältigen Angebote für Jung und Alt. Sie hat Religionspädagogik in Hannover studiert, arbeitet seit 2000 als Diakonin und war viele Jahre in der Kinder- und Jugendarbeit tätig, unter anderem als Leiterin eines Jugendzentrums auf dem Gebiet der oldenburgischen Landeskirche sowie in Westerstede in der Nähe von Oldenburg.

Von der Jugendarbeit zum Mehrgenerationen-Projekt

Gemeinsam mit ihrem Mann, Diakon Marco Folchnandt, der bei der Deutschen Seemannsmission arbeitet, lebt die 50-Jährige in Lübeck; ihre drei Kinder sind zum Teil bereits erwachsen und leben nicht mehr alle zuhause. Ihr Sohn Birk Folchnandt macht gerade sein Freiwilliges Soziales Jahr in der Lübecker Domgemeinde.

Zu ihrer neuen Tätigkeit sagt Cordula Folchnandt: „Ich habe bisher vor allem mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet. Der Kontakt zu Erwachsenen und der Mehrgenerationsarbeit eröffnet mir jetzt eine andere Perspektive. Es fühlt sich wie ein Neustart an, und das finde ich sehr spannend.“

Eine Gemeinde, die ins Tun kommt

An der Luther-Melanchthon-Gemeinde begeistert sie besonders die Haltung, Dinge beherzt anzupacken. „Ich wollte in einer Kirchengemeinde arbeiten, die loslegt“, betont sie. „Eine Gemeinde, die sagt: Wir machen jetzt etwas und wir gestalten die Zukunft.“ Die Ehren- und die Hauptamtlichen hätten sie mit großer Offenheit empfangen: „Ich fühle mich hier sehr wohl. Die Gemeinde hat alles gut organisiert, damit es einen reibungslosen Übergang gibt. Es gibt so viele aktive und liebe Menschen hier.“

„Luther-Melanchthon ist eine Wohnzimmergemeinde“

Das Miteinander vor Ort beschreibt sie mit einem Bild: „Immer wieder hört man heutzutage von Wohnzimmerkirchen als Gottesdienstformat. Ich finde, unsere Gemeinde ist eine Wohnzimmergemeinde. Es gibt überall ein sehr nettes Miteinander.“ Eindrücklich erlebt sie das etwa beim Luthertisch, bei dem regelmäßig gemeinsam für rund 50 Menschen gekocht wird – für Alleinstehende, für Menschen mit kleinem Budget und für alle, die gern dazukommen.

Was „Luther“ leuchten lässt

Für Cordula Folchnandt liegt die Stärke des Projekts im Namen selbst. „Ich möchte dieses Leuchten bewahren“, sagt sie. „Die Arbeit, die hier passiert, strahlt nach draußen – auch zu Menschen, die vielleicht nicht so kirchennah sind. Alles ist so wertvoll und für Menschen gedacht. Das macht ‚Luther leuchtet‘ aus.“ Wichtig ist ihr, diese Offenheit und Wärme sichtbar zu halten und zugleich neue Menschen einzuladen.

Lebendige Adventszeit

In die Adventszeit startet die neue Koordinatorin mit großer Vorfreude. „Hier findet die ‘Lebendige Adventszeit’ nicht nur im Gemeindehaus statt, sondern im ganzen Stadtteil“, sagt sie. Musikangebote, Bastelaktionen, offene Treffen wie das Weihnachts-Lutherstübchen, eine Adventsfreizeit, das Entenessen beim Luthertisch und ein großes Weihnachtsfrühstück am 23. Dezember machen den Advent rund um Luther bunt und einladend. Hier gibt es das Programm zur “Lebendigen Adventszeit” in der Luther-Melanchthon-Gemeinde. 

Bewahren und neu gestalten: Blick nach vorn

Cordula Folchnandt möchte Bewährtes stabil halten und zugleich neue Impulse setzen. Ein Herzenswunsch ist ein Mehrgenerationen-Theaterstück. „Ich habe früher Theaterstücke mit Kindern und Jugendlichen erarbeitet und kann mir gut vorstellen, das auch mit mehreren Generationen umzusetzen“, erzählt sie.