Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg "Was bleibt." in St. Marien: Was Menschen hinterlassen möchten

Wilfried Staake ist Fundraiser beim Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg und einer der Initiatoren der Veranstaltungsreihe "Was bleibt." in Lübeck. Copyright: Bastian Modrow

Lübeck. Das Lebensende und der eigene Tod sind Themen, mit denen sich Menschen ungern auseinandersetzen. Wie wichtig und auch hilfreich eine Auseinandersetzung mit dem häufig tabuisierten Thema ist, steht im Fokus der Ausstellung und Veranstaltungsreihe „Was bleibt.“, die vom 13. bis 19. März 2023 in St. Marien zu Lübeck stattfinden wird.

Ausstellung und Vorträge in Lübeck

Was macht mein Leben reich? Was gebe ich an zukünftige Generationen weiter? Wie möchte ich in Erinnerung bleiben? Elementare Fragen, mit denen sich die Ausstellung „Was bleibt.“ beschäftigen wird. „Sechs Menschen erzählen anhand persönlicher Erinnerungsstücke, was für sie von bleibendem Wert ist, was ihr Leben reich macht“, berichtet Wilfried Staake vom Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg. 

Auseinandersetzung mit dem Tod

Gemeinsam mit der Gemeindediakonie Lübeck, der Diakonie Nord-Nordost und der Diakonie Schleswig-Holstein sollen Besuchende sensibilisiert werden. Mehr noch: „Ziel ist es, den Menschen Mut zu machen, sich mit dem Lebensende bewusst auseinanderzusetzen und Vorsorge zu treffen“, sagt Staake.

Tatsächlich hinterlassen nur 40 Prozent aller Verstorbenen ein Testament. Staake, der im Bereich Fundraising beim Kirchenkreis tätig ist, weiß, dass nicht selten noch am Krankenbett ein „letzter Wille“ aufgesetzt wird. „Viel besser ist es, sich als gesunder, nicht leidender Mensch einerseits bewusst zu machen, dass das Leben endlich ist und andererseits mit der Frage zu beschäftigen, wem man etwas hinterlassen möchte, wer sich vielleicht über das eine oder andere persönliche Stück freuen würde“, so Staake.

Reihe startet am 13. März in St. Marien

Hier soll die Ausstellung, die vom 13. bis 19. März 2023 in St. Marien zu Lübeck gezeigt wird, zum Nachdenken anregen. Ein zweiter Schwerpunkt ist eine parallel stattfindende Veranstaltungs- und Vortragsreihe im Marienwerkhaus. „Wir konnten namhafte Referentinnen und Referenten gewinnen, über Themen wie das Testament, Erbrecht, Patientenverfügung oder Vollmacht zu informieren“, kündigt Wilfried Staake an. Aus unterschiedlichen Perspektiven sollen Impulse zum Nachdenken, zum Suchen und Finden individueller Antworten und Lösungen vermittelt werden.

Prominente öffnen ihr "Schatzkästchen" 

In den abendlichen „Schatzkästchen“ erzählen Prominente wie etwa der Lübecker Theaterdirektor Malte C. Lachmann oder der Flüchtlingsbeauftragte Stefan Schmidt, was ihr Leben reich macht und was davon bleiben möge. 

Die Eröffnung der Ausstellung „Was bleibt.“ findet am Montag, 13. März 2023, um 18 Uhr mit Bischöfin Kirsten Fehrs und Heiko Nass, Landespastor der Diakonie Schleswig-Holstein, in St. Marien statt. Die Reihe endet am Sonntag, 19. März 2023, in St. Aegidien. Propst Philip Graffam, Pastorin Dörte Eitel von der Gemeindediakonie Lübeck und Johanne Hannemann von der Diakonie Schleswig-Holstein gestalten dort um 10 Uhr einen gemeinsamen Gottesdienst. 

Hier gibt es weitere Infos

Für die Eröffnung, die Vorträge sowie die Schatzkästchen ist eine Anmeldung erforderlich. Die Teilnahme ist kostenlos. Der Eintritt der Ausstellung ist frei. Weitere Informationen gibt es auf unserer Schwerpunktseite und unter www.was-bleibt.de