Propstei Lübeck

"Geliebt, getraut, gesegnet!" – Spontantrauungen am Valentinstag in St. Aegidien

Lübeck. Was 2022 im Dom zu Lübeck begann, hat sich inzwischen zu einem festen Bestandteil in den Lübecker Innenstadtkirchen entwickelt: Sich spontan kirchlich trauen oder segnen zu lassen, ist hier alle zwei Jahre im Februar möglich. So auch in diesem Jahr am Valentinstag, dem 14. Februar 2026, von 15 bis 18 Uhr in St. Aegidien.  

Valentinstag: Alle sind willkommen 

Ganz gleich, ob die in Liebe Verbundenen jung oder alt, frisch verliebt oder seit vielen Jahren zusammen, standesamtlich verheiratet oder nicht sind – alle Paare sind eingeladen, sich von einer der Pastorinnen Nicola Nehmzow, Anne Müller oder Bärbel Reichelt sowie von Vikar Per Olsen trauen oder segnen zu lassen. Auch bereits verheiratete Paare sind herzlich willkommen und können ihr Eheversprechen im Rahmen einer Segnung erneuern. Selbstverständlich richtet sich das Angebot ebenso an queere Paare.  

Paar-Geschichten: „Ein ganzes Leben ploppte auf“ 

„Ich erinnere mich gut an die Spontantrauungen vor zwei Jahren in St. Jakobi mit 17 Trauungen und fünf Segnungen“, berichtet Nicola Nehmzow. „Da ploppte in den Traugesprächen auf einmal ein ganzes Leben auf. Diese Vielschichtigkeit – auch im Bezug zu Gott – ist einfach unglaublich schön.“ Die Pastorin an St. Aegidien gehört zum Team „segensreich“, der Servicestelle für Taufe, Hochzeit und Trauerfeiern des Kirchenkreises Lübeck-Lauenburg. 

Spontan trauen lassen: Segenskraft und “Brautmoment” 

Die Paare erwartet eine festlich geschmückte Kirche sowie Ehrenamtliche, die sich auf sie und ihre Geschichte freuen. Sie können einen Trauspruch und die passende Musik für ihre Trauung oder Segnung auswählen. Für Paare mit Kindern gibt es ein kleines Angebot zum Spielen. Vor der Trauung oder Segnung findet ein kurzes persönliches Gespräch statt. 

Für Anne Mareike Müller, Pastorin der Lübecker Laurentius-Kirchengemeinde und ebenfalls Teil des Teams „segensreich“, ist der „Brautmoment“ am schönsten, „wenn die Paare feierlich in die Kirche einziehen“. Trauzeugen können dabei sein, sind für eine kirchliche Trauung jedoch nicht erforderlich. Dennoch sei es ein besonderes Zeichen, wenn Angehörige gemeinsam mit den Geistlichen den Brautleuten die Hand zum Segen auflegen: „Das ist ein richtiger Segenskraft-Spürmoment.“ 

Für Bärbel Reichelt, Pastorin an St. Jakobi, sind die diesjährigen Spontantrauungen die ersten, die sie begleitet: „Ich freue mich sehr auf all die Paare, die sich in einer festlichen Atmosphäre trauen oder segnen lassen wollen. „Und ich freue mich auf all ihr Glück an diesem Tag.“  

Spontantrauungen: Der Ablauf 

Die Pastorinnen und Pastoren nehmen sich bewusst Zeit für jedes Paar. Jede Feier dauert etwa 20 Minuten und umfasst das Ja-Wort, ein Gebet, eine Lesung, Musik sowie den Segen. Kurze Wartezeiten sind möglich, werden jedoch gut überbrückt – etwa durch die Auswahl eines passenden Trauspruchs und der Musik. In dieser Zeit werden auch die notwendigen Daten der Paare aufgenommen. 

Für eine kirchliche Trauung ist die Eheurkunde vom Standesamt mitzubringen; außerdem muss mindestens eine Person des Paares Mitglied einer Kirche sein. Die Idee für das Spontan-Format stammt ursprünglich aus Schweden. Am Valentinstag finden an mehreren Orten im Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg Aktionen und Segnungen zum Valentinstag statt.