Lübeck

Gegenseitig Hoffnung schenken: Interreligiöses Friedensgebet in Lübeck

Lübeck. Unter dem Motto „In Lübeck aufeinander zuzugehen. Gegenseitig Hoffnung schenken“ haben sich am Dienstagabend, 14. April 2026, rund 60 Menschen auf dem Lübecker Markt zu einem interreligiösen Friedensgebet zusammen gefunden. Vertreterinnen und Vertreter christlicher und muslimischer Gemeinden sowie Bürgerinnen und Bürger nahmen daran teil. Mitglieder der jüdischen Gemeinde konnten aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen – ihre Bittgebete wurden stellvertretend verlesen.

Zum Beginn der Veranstaltung begleitete ein Bläsertrio das gemeinsame Singen des Liedes „Hevenu shalom alechem“. Die musikalische Begrüßung führte in eine ruhige Atmosphäre über, in der verschiedene religiöse Beiträge folgten. 

“Grenzen unserer Handlungsfähigkeit”

Das Friedensgebet entstand als Antwort auf die wachsende Verunsicherung vieler Menschen angesichts internationaler Konflikte und politischer Spannungen. In seiner Ansprache ging Kai Feller, Ökumene-Pastor des Kirchenkreises Lübeck-Lauenburg, auf diese Herausforderungen ein: „Wir stoßen an Grenzen unserer Aufnahmefähigkeit, an Grenzen unserer Empathie und an Grenzen unserer Handlungsfähigkeit.“

Kamran Ahmad, Imam der Ahmadiyya Gemeinde Lübeck trug eine melodische Koranrezitation vor, der ein Moment der Stille zum gemeinsamen Nachdenken und Gebet folgte. Nach Segens- und Bittgebeten der beteiligten Gemeinden folgte ein gemeinsames Friedensgebet aller Anwesenden in ihren jeweiligen Sprachen.

Vielfalt als verbindende Erfahrung

Das Friedensgebet wurde von einem breiten Zusammenschluss Lübecker Religionsgemeinschaften getragen – darunter die Alevitische Gemeinde Lübeck e. V., die Ahmadiyya Gemeinde Lübeck, die Freie Evangelische Gemeinde, die Evangelisch-Reformierte Kirche, der Evangelisch-Lutherische Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg sowie die Katholische Pfarrei ‚Zu den Lübecker Märtyrern‘.