Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg

Kirche aktiv gestalten: Die Teamer-Card ist ein Erfolgsmodell

Lübeck/Ratzeburg. In den kommenden Wochen werden wieder zahlreiche Jugendliche im Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg konfirmiert. Für viele stellt sich danach die Frage: Wie geht es weiter? Eine Antwort darauf bietet die Teamer-Card – und das Interesse daran ist so groß wie nie.

Mehr als 800 Teamer im Kirchenkreis

„Die Teamer-Card ist ein idealer Einstieg, um sich als Teamer:in in der Kirche ehrenamtlich zu engagieren“, sagt Katharina Schneider, Bildungsreferentin bei jung+ev. Bereits mehr als 800 junge Menschen im Kirchenkreis haben die Ausbildung absolviert und bringen sich heute aktiv in die Gemeindearbeit ein – sei es im Kindergottesdienst, in der Konfi-Arbeit oder bei Jugendprojekten.

Besonders viele Teamerinnen und Teamer in diesem Jahr

Auch 2026 zeigt sich: Die Nachfrage ist hoch. Allein am 19. April 2026 werden im Dom zu Lübeck 30 Jugendliche feierlich ihre Teamer-Card erhalten – ein bemerkenswert großer Jahrgang. “Wir sind im Herbst mit dem ,Jungen Dom' als Versuch gestartet. Ein Experiment, das nicht hätte schöner sein können”, sagt Pastorin Margrit Wegner. 

Doch auch in vielen weiteren Gemeinden sind Verleihungen geplant: In der Laurentius-Gemeinde werden fünf junge Menschen als neue Teamerinnen und Teamer begrüßt. Im Mariensprengel werden in Siebenbäumen 19 Jugendliche ihre Card erhalten. In St. Nicolai in Mölln sind fünf Teilnehmende dabei, in St. Johannes (Lübeck-Kücknitz und Travemünde) werden voraussichtlich rund 25 Jugendliche ihre Teamer-Card in Empfang nehmen können. In Wentorf haben neun Jugendliche die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. 

“Die Zahlen zeigen: Die Teamer:innenarbeit ist lebendig – und wächst weiter”, sagt Katharina Schneider. Und für Dom-Pastorin Margrit Wegner steht bereits jetzt fest: “Wir werden einen neuen Jahrgang starten, weil es für die jungen Menschen eine ebenso wertvolle Zeit ist wie für uns als Hauptamtliche.”

Lernen fürs Leben

Die Ausbildung zur Teamer:in umfasst rund 30 Stunden und kombiniert theoretische Inhalte mit praktischen Erfahrungen. Dabei geht es nicht nur um Methoden für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, sondern auch um Persönlichkeitsentwicklung.

„Die Jugendlichen sammeln erste Erfahrungen in der aktiven Mitarbeit, entdecken ihre eigenen Gaben und lernen, Verantwortung zu übernehmen“, erklärt Katharina Schneider. „Viele gewinnen dabei auch an Selbstvertrauen – etwa wenn sie vor einer Gruppe stehen oder eigene Ideen umsetzen.“

Den Abschluss bildet häufig ein Jugendgottesdienst, in dem die Teilnehmenden ihre Teamer-Card feierlich überreicht bekommen.

Neue Kurse in Planung

Damit noch mehr Jugendliche diesen Weg gehen können, werden bereits neue Ausbildungsangebote vorbereitet. So planen beispielsweise Ratzeburg und Mölln einen gemeinsamen Kurs. Auch in der Jugendregion 4 – dazu gehören Schwarzenbek, Sahms, Siebeneichen und Kuddewörde im Herzogtum Lauenburg – soll ein neuer Durchgang starten. Die Ausbildung wird dabei je nach Region unterschiedlich organisiert: von Kompaktkursen bis hin zu regelmäßigen Treffen über mehrere Wochen.

Ein starkes Fundament für Engagement

Die Teamer:innen-Card gibt es in der Nordkirche seit 2012. Sie richtet sich an Jugendliche ab 14 Jahren und vermittelt grundlegende Kompetenzen für ehrenamtliches Engagement. Wer möchte, kann anschließend den nächsten Schritt gehen und die Jugendleitercard (Juleica) erwerben.

Doch schon die Teamer:innen-Card selbst ist für viele ein wichtiger Startpunkt. Oder, wie Katharina Schneider es formuliert: „Die Ausbildung ist ein geschützter Raum, in dem Jugendliche ausprobieren, wachsen und Kirche aktiv mitgestalten können.“