Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg

Gelungene Premiere von #liveline am neuen Standort

Lübeck. Gelungene Premiere des digitalen Gottesdienst-Formats #liveline an seinem neuen Standort: Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt predigte in der Auferstehungskirche in Lübeck für die digitale Gemeinde. Der Gottesdienst wurde am 1. Februar 2026 bei BibelTV und auf dem YouTube-Kanal von #liveline ausgestrahlt. Er ist auf YouTube zum Nachschauen abrufbar. 

Predigt von Landesbischöfin Kühnbaum-Schmidt

Bis zuletzt wurde geräumt und gewerkelt – doch pünktlich um 10 Uhr startete am Sonntag, den 1. Februar 2026, die erste Ausgabe von #liveline am neuen Standort in der Lübecker Auferstehungskirche. Musikalisch unterstützte unter anderem die Sängerin Aitana Navas das Gottesdienst-Team. 

In ihrer Predigt sprach Landesbischöfin Kristina Kühnbaum Schmidt über Neuanfänge und griff die aktuellen Krisen und Sorgen in der Welt auf. Sie nahm Bezug auf die ersten christlichen Gemeinden: “In unsicheren Zeiten lernen wir neu: Nicht Einschüchterung oder Drohungen geben Halt. Sondern die Erfahrung, einfühlsam gesehen und respektiert zu werden. Die Fähigkeit füreinander da zu sein und einander zu vertrauen. Und vor allem anderen und bis zuletzt die Liebe, die wir schenken und geschenkt bekommen und aus der wir alle von Grund auf und bis in Ewigkeit leben.” Außerdem erinnerte die Bischöfin daran, auf Christus zu vertrauen: “Die Schlüssel zum wahren Leben liegen bei Christus. Das ist eine deutliche Gegenrede zur alles beherrschen wollender Macht. […] Setzt eure Hoffnung nicht auf falsche Mächte, sondern auf die Liebe, auf Barmherzigkeit, auf Mitmenschlichkeit und Nächstenliebe.”

Den nächsten #liveline-Gottesdienst gibt es am 15. Februar 2026.

Zum Neustart von #liveline hat die Landesbischöfin vorab drei Fragen beantwortet.

“Ich wünsche dem Team Mut, Vertrauen und Freude”

Frau Landesbischöfin, Sie waren bereits zweimal zu Gast bei #liveline. Was macht dieses Format für Sie so besonders, dass Sie gern wiederkommen?

Kristina Kühnbaum-Schmidt: #liveline erreicht Menschen auf digitalem Weg dort, wo sie sind – in ihrem Alltag, mit ihren Fragen und Hoffnungen. Mich beeindruckt die große Offenheit dieses Formats: Es nimmt Glaubensfragen ernst, ohne einfache Antworten zu liefern, und schafft zugleich Gemeinschaft über große Entfernungen hinweg. Gerade diese Verbindung von geistlicher Tiefe, zeitgemäßer Sprache und medialer Professionalität macht #liveline für mich zu einem wichtigen Ort kirchlicher Präsenz. Besonders hervorheben möchte ich das beeindruckende Engagement so vieler junger Menschen, die die #liveline-Gottesdienste verlässlich konzipieren und umsetzen – das ist großartig!

Mit dem Umzug in die Auferstehungskirche beginnt für #liveline am 1. Februar ein neues Kapitel. Was wünschen Sie dem Team für diesen Neustart?

Ich wünsche dem gesamten Team Mut, Vertrauen und Freude an dem, was vor ihnen liegt. Ein Neuanfang ist immer auch eine Chance, Bewährtes weiterzutragen und zugleich neue Akzente zu setzen. Möge #liveline weiterhin ein Ort sein, an dem Menschen sich angesprochen fühlen, Fragen stellen dürfen und die befreiende Botschaft des Evangeliums in zeitgemäßer Form erleben. Und ich wünsche dem Team Gottes reichen Segen, und dass es immer wieder spürt: Diese Arbeit trägt – sie wirkt und ist vielen Menschen wichtig.

Warum ist es aus Ihrer Sicht wichtig, dass Kirche konsequent auch digitale Wege geht?

Kirche hat den Auftrag, das Evangelium weiterzusagen – allen Menschen. Wir müssen deshalb dort sein, wo Menschen sind – und das heißt heute ganz selbstverständlich auch im digitalen Raum. Digitale Formate eröffnen neue Zugänge zu Glauben, Gemeinschaft und Seelsorge, gerade für Menschen, die analoge kirchliche Räume sonst kaum oder gar nicht betreten. Dabei geht es nicht um ein Entweder-oder, sondern um ein Sowohl-als-auch: Präsenz vor Ort und digitale Angebote können sich gut ergänzen. So kann Kirche nahbar bleiben, dialogfähig sein und wir können unseren Auftrag zeitgemäß, vielfältig und glaubwürdig leben.