Seemannsmission startet die 600-Mützen-Challenge
Lübeck. Jeden Tag erreichen uns Lebensmittel, Kleidung und Rohstoffe aus aller Welt – meist selbstverständlich, oft ungesehen. Dass über 90 Prozent dieser Waren über den Seeweg zu uns kommen und von Menschen transportiert werden, die monatelang fern ihrer Heimat arbeiten, gerät leicht in Vergessenheit. Die Seemannsmission Lübeck möchte diesen Menschen ein Zeichen der Wertschätzung schenken – und bittet schon jetzt für eine besondere Weihnachtsaktion um Unterstützung.
Jede Mütze zählt
„An Bord der Schiffe arbeiten häufig Menschen aus fremden Ländern – viele von ihnen stammen aus deutlich wärmeren Regionen“, sagt Marco Folchnandt, Leiter der Seemannsmission Lübeck. „Wenn sie für acht, neun oder sogar zehn Monate anheuern, machen sie sich kaum Gedanken darüber, was es bedeutet, im Winter in nord- oder skandinavischen Gewässern zu arbeiten – und wie sehr Kälte dort den Alltag bestimmt.“
Strickkünste gefragt
Die Seemannsmission Lübeck packt jedes Jahr rund 600 Weihnachtstüten mit kleinen Geschenken für Seeleute. In diesem Jahr soll diese Geste um etwas sehr Persönliches ergänzt werden: eine selbstgestrickte Wollmütze. „Getreu dem Motto: Jesus sprach: Mir war kalt und ihr habt mir eine Mütze gegeben“, erklärt Folchnandt.
Für ihn ist klar: „Eine Mütze ist ein persönliches Geschenk. Sie zeigt dem Empfänger: Hier denkt jemand an mich.“ Muster und Farben spielen dabei keine Rolle. Wichtig ist lediglich, dass die Mützen keine Bommel haben. „Ohne Bommel lassen sie sich besser unter einem Helm tragen – das ist für die Arbeit an Bord entscheidend.“
So kann man helfen
Selbstgestrickte Wollmützen können ab sofort abgegeben werden bei der
Verwaltung des Kirchenkreises Lübeck-Lauenburg,
Bäckerstraße 3–5, 23552 Lübeck.