Tobias Knöller als neuer Pastor in Wohltorf-Aumühle eingeführt
Wohltorf-Aumühle. Pastor Tobias Köller ist in einem festlichen Gottesdienst in seinen Dienst in der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Wohltorf-Aumühle eingeführt worden. Zugleich erhielt er zwei Urkunden: die Berufung auf die 1. Pfarrstelle der Gemeinde sowie die Berufung in das Pfarramt auf Lebenszeit.
Einführung mit Propst Graffam
Die Einführung markiert einen wichtigen Moment für die Gemeinde und den neu entstehenden Pfarrsprengel mit Basthorst und Brunstorf. Propst Philip Graffam würdigte in seiner Ansprache die geistliche Bedeutung des Tages und ordnete den Amtsantritt in einen größeren Zusammenhang ein: „Hier wird nicht einfach ein Amt übertragen – hier wird ein Weg weitergeführt. Ein Weg Gottes mit seiner Gemeinde."
“Hier wird ein Weg weitergeführt”
Mit Blick auf das Leitwort des Sonntags „Jubilate“ betonte Graffam die besondere geistliche Haltung, die den Dienst prägen solle: „Geh deinen Dienst nicht im Modus der Pflicht, sondern im Ton der Freude. Denn wo Christus gegenwärtig ist, da darf das Herz weit werden.“
Zugleich hob der Propst hervor, dass kirchlicher Dienst aus der Verbindung zu Christus lebe: „Nicht zuerst die Frage nach der nächsten Idee oder dem nächsten Projekt ist entscheidend, sondern die Treue zur Quelle. Bleiben. In Christus bleiben.“ Dieses Vertrauen bilde die Grundlage allen Wirkens in Gemeinde und Kirche.
Herausfordernde Rahmenbedingungen
Die Rahmenbedingungen für den Dienst beschrieb Graffam als herausfordernd und chancenreich zugleich. In einer Zeit des Wandels komme es darauf an, Entwicklung zu begleiten: „Du kommst nicht, um ein fertiges System zu verwalten. Du kommst, um mitzuhelfen, dass etwas wächst.“ Wachstum lasse sich dabei nicht erzwingen, sondern brauche Geduld, Pflege und Vertrauen.
Auch die Rolle des Pfarramtes umriss Graffam mit einem biblischen Bild: „Wir sind nicht Herren über euren Glauben, sondern Diener eurer Freude.“ Dies sei ein entlastendes und zugleich anspruchsvolles Verständnis von geistlichem Dienst, das Raum für Glauben und Hoffnung eröffne.
Pastor Knöller bringe dafür wichtige Voraussetzungen mit, so Graffam weiter: eine lebendige Spiritualität, Freude an der Verkündigung und ein offenes Ohr für die Menschen. Zugleich betonte er die gemeinschaftliche Dimension von Kirche: „Kirche lebt nicht von Einzelnen. Sie lebt vom Miteinander.“
Kirche lebt vom Miteinander
Auch sein Mann, Diakon Tobias Maximilian Knöller, wurde in der Ansprache ausdrücklich einbezogen, da er künftig ebenfalls im kirchlichen Dienst vor Ort tätig sein wird. Propst Graffam betonte die besondere Stärke dieser Konstellation: „Zwei Menschen, ein Name – und doch zwei Berufungen, die sich ergänzen. Gott schreibt seine Geschichte nicht in Einzellinien, sondern in Beziehungen.“
Propst dankt der Gemeinde
Die Gemeinde selbst würdigte der Propst ausdrücklich für ihre Geduld und ihr Durchhaltevermögen während der Vakanzzeit. Nun beginne ein neues Kapitel: „Es geht nicht nur um deine Einführung. Es geht um Gottes Treue, die sich fortsetzt.“
Mit Gebet, Segen und der Beteiligung der Gemeinde wurde Pastor Knöller schließlich in sein Amt eingeführt. Die Gemeinde sagte ihm dabei ihre Unterstützung zu: „Ja, mit Gottes Hilfe.“