"KONTAKT pflegen": Petrivision über gesellschaftlichen Zusammenhalt
Lübeck. Am 2. Mai 2026 um 23 Uhr lädt die Kultur- und Hochschulkirche St. Petri zur Petrivision „KONTAKT pflegen“. Im Zentrum steht die Frage, was Nähe schafft und Verbindung erhält, wenn der gesellschaftliche Kitt bröckelt und Einsamkeit zum Grundgefühl vieler Menschen gehört.
Ein Abend über die Kunst, in Verbindung zu bleiben
Dem geht die Petrivision am dritten Abend der Reihe KONTAKT nach. Im Zentrum stehen dabei Perspektiven auf Kontakt als soziale, kulturelle und existentielle Praxis. Die Filmemacherin Jackie Gillies erzählt von der Arbeit an ihrem Kurzfilm “Keine Zeit”, der Einsamkeit im Alter und den Pflegenotstand in den Blick nimmt. Kristine Goddemeyer von der KulturTafel Lübeck richtet den Fokus auf kulturelle Teilhabe als Voraussetzung für gesellschaftlichen Kontakt. Pastorin Lilly Schaack spricht über “Dritte Räume” – offene Orte jenseits von Zwecklogik, in denen Begegnung möglich wird.
Zeitgenössische und barocke Musik
Musikalisch wird der Abend von einem Vokalquartett von Studierenden der Hochschule für Musik und Theater Hamburg unter der Leitung von Chiara Perneker gestaltet. Sie interpretieren Werke von Ola Gjeilo, Einojuhani Rautavaara und Olivier Messiaen. Ein Posaunen-Duo von Studierenden der Musikhochschule Lübeck spielt barocke und zeitgenössische Duetten.
Einsamkeit, Sehnsucht, Verbundenheit
Die fragile Balance von Nähe und Distanz wird akrobatisch von den Seiltänzer:innen von Circus Paravicini erkundet. Installationen von Fabian Schwarze und Reinhard Eggers laden das Publikum ein, selbst Teil des Geschehens zu werden, und Texte von Kim de l’Horizon, Sirka Elspaß, Rainer Maria Rilke und anderen eröffnen unterschiedliche Zugänge zu Einsamkeit, Sehnsucht und Verbundenheit.
Regie führen Sigrid Dettlof und Mathis Dieckmann.
Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Zur Einstimmung öffnet das St. Petri Café bereits um 22 Uhr