Propstei Lübeck

Renaissance- und Barockmusik: Konzert in St. Andreas

Lübeck/Schlutup. Unter dem Titel „Fried, Wo Bist So Lang Geblieben‘ Lieder von Liebe, Klag‘, Trost und Zuversicht“ erklingen am Sonntag, 22. Februar 2026, ab 17 Uhr Lieder von Liebe, Klage, Trost und Zuversicht in der Fischerkirche St. Andreas. 

Musik aus der Zeit der Renaissance und des Barocks für Gesang und Lauten-Instrumente des 15. bis 17. Jahrhunderts werden erklingen. Lieder, Balladen aus dem deutschsprachigen Raum, aus England, Frankreich und Italien.

Musik und Frieden: Klänge aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges

Krieg – ein Wort, das lange nur aus Geschichtsbüchern oder aus fernen Ländern kannten. Dieses Wort ist jetzt auch für uns wieder in Europa aktuell geworden. Vor über 400 Jahren tobte in Europa der Dreißigjährige Krieg, in dem es ebenfalls um territoriale Machtkämpfe ging. Dieser war einer der verheerendsten in Europa. Allein in Deutschland fiel ihm ein Drittel der Bevölkerung zum Opfer. Die Sehnsucht nach Frieden war groß.

Aber auch während der Kriegshandlungen war Musik immer ein wesentlicher Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens und wurde durch den Krieg insgesamt nicht wesentlich eingeschränkt. Viele Komponisten erlebten während des Krieges aber oft persönliche Schicksalsschläge, was sich nicht selten auf Ihre Kompositionen auswirkte. Es entstanden Kriegsklagen, Seufzer, Balladen usw., die Bezug auf das aktuelle Kriegsgeschehen nahmen. Auch im „geistlichen Lied“ wurden die Eindrücke, Geschehnisse, Empfindungen verarbeitet. Aber auch Lieder von „Tugend und Frömmigkeit, Frivoles, Heiteres“ sind in dieser Zeit entstanden. Die Kürbishütte war im 17. Jahrhundert der Musenort eines literarischen Freundeskreises in Königsberg. Diesem Dichterkreis gehörten unter anderem Simon Dach, der Domorganist Heinrich Albert, Georg Werner an, um nur einige zu nennen. 

Duo Loredo Silva und Dressler: Musik als Zeichen der Zuversicht

Sabine Loredo Silva (Gesang) und Ulf Dressler (Lauteninstrumente) möchten mit ihrem Konzert den Zuhörerinnen und Zuhörern Hoffnung und Zuversicht in herausfordernden Zeiten vermitteln. Das Programm wird durch ausgewählte Texte und Gedichte ergänzt und lädt dazu ein, historische Musik als zeitloses Zeichen menschlicher Sehnsucht nach Frieden zu erleben.