KU: Wie läuft das?

Beten, Bibel lesen, auswendig lernen: Wer beim dem Wort Konfirmandenunterricht (KU) an Schule denkt, liegt falsch.

„Konfirmandenunterricht ist ganz anders. Die Jugendlichen lernen im Konfirmandenunterricht nicht für Lehrer oder für Klassenarbeiten, sondern ausschließlich für sich selbst“, sagt Dompastorin Margrit Wegner.

„Wir Pastoren versuchen den Jugendlichen Mut zu machen, eine eigene Meinung zu einem Thema zu entwickeln“, so Wegner.

Neben der Bibel und dem Leben von Jesus geht es auch um Freundschaft, Zusammenleben und die Frage, wie man denn überhaupt an etwas glauben kann, das man nicht sieht.

Auch die zehn Gebote sind wichtig, bilden sie doch bis heute die Grundlage des Zusammenlebens in Deutschland wie Europa.

Außerdem lernen die Konfirmanden ihre Kirche kennen. Ob Dom oder Dorfkirche: Der Altar ist immer nach Osten hin ausgerichtet. Mit Blick auf den Sonnenaufgang wird so symbolisch an die Auferstehung erinnert. Manche Konfirmandengruppen erkunden ihre Kirche bis ins Gewölbe oder in die hintersten Winkel – oder übernachten sogar im Kirchenraum.

Außerdem feiern sie Andachten und Gottesdienste und lernen dabei viele Lieder und Gebete, natürlich auch das Vaterunser. Alte Worte und neue Lieder tun gut, und vielleicht helfen sie später einmal in Notsituationen im Leben, in denen einem selbst die Worte fehlen.