Orgel in St. Lorenz Lübeck

Seit 1672 erklingt Orgelmusik in der St. Lorenz-Gemeinde, zunächst nur von einem Orgelpositiv, das 21 Jahre später durch ein Instrument mit 17 Registern vom Orgelbauer Christian Kock ersetzt wurde. Als die alte Fachwerkkirche im Jahr 1900 einem größeren Neubau weichen musste, wurde eine dem Zeitgeschmack entsprechende romantische Orgel mit 32 Registern bei der Fa. Wilhelm Sauer bestellt. Verursacht durch einen Kurzschluss wurde dieses Instrument 1922 durch Feuer zerstört.

1923 lieferte die Firma Furtwängler & Hammer eine neue pneumatische Orgel mit 31 Registern verteilt auf 3 Manuale und Pedal. 1963 und 1974 wurde das Instrument durch die Lübecker Orgelbauwerkstatt E. Kemper grundlegend verändert. Dabei wurde der romantische Klang dem neobarocken Stil angepasst, außerdem wurde die pneumatische Traktur elektrifiziert.

Bei der umfangreichen Restaurierung durch die Orgelbaufirma Lobback ist 1993/94 eine Disposition entstanden, die sich wieder mehr an dem ursprünglichen Klangbild orientierte.

Daten:
1923 Furtwängler & Hammer, 31 Register, 3 Manuale, pneumatische Spiel- und Registeranlage, Taschenladen
1963/64 Umbauten durch Fa. E. Kemper (Lübeck),
1993/94 Restaurierung durch Fa. Chr. Lobback (Neuendeich)
30 Register, 2 Transmissionen, elektropneumatische Trakturen, elektrischer Spieltisch, 3 freie Kombinationen, 2 zusätzliche Pedalkombinationen, Handregister, Tutti, Zungenabsteller. 6 Koppeln, Schweller für 3. Manual

Disposition

Hauptwerk (1. Man.)Oberwerk (2. Man.)Schwellwerk (3. Man.)Pedal
Bordun 16’Gedackt 8’Salicional 8’ Prinzipal 16’
Prinzipal 8’Quintade 8’Holzflöte 8’ Subbass 16’
Dolce 8’Prinzipal 4’Fugara 4’ Oktavbass 8’
Octave 4’Rohrflöte 4’Geigenprinzipal 4’ Flöte 8’ *
Gemshorn 4’Flöte 2’Spitzfllöte 2’ Flöte 4’ *
Quinte 2 2/3’Scharf 3f.Quinte 1 1/3’ Nachthorn 2’
Octave 2’Sesquialtera 2f.Cornett 3-4 f. Posaune 16’
Rauschpfeife 2f. Oboe 8’ I/Pedal ; II/Pedal ; III/Pedal
Mixtur 5 f.III/II
Trompete 8’
III/I ; II/I