Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg Glaube, Gemeinschaft, Gott: Start in die neue Konfirmanden-Saison

Im Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg startet wieder die Anmeldungszeit für Konfirmand:innen. Copyright: Thorsten Wulff

Lübeck/Ratzeburg. Glaube, Gemeinschaft, Gott: Für viele Jugendliche gehört es zum Erwachsenwerden dazu, sich konfirmieren zu lassen. Ab sofort können sich Mädchen und Jungen in Lübeck und Lauenburg zum Unterricht in ihren Kirchengemeinden anmelden.

Großes Interesse in Lübeck und Lauenburg 

Das Interesse junger Menschen an der Konfirmation ist groß. Weit über tausend Jugendliche meldeten sich im vergangenen Jahr in den Propsteien Lübeck und Lauenburg zum Konfirmandenunterricht an, um in ihren Gemeinden als neue und mündige Kirchenmitglieder aufgenommen zu werden. Allein in Lübeck feierten 465 Mädchen und Jungen 2022 das Fest der Konfirmation. 

Gemeinden bieten verschiedene Modelle an

Der Konfirmandenunterricht beginnt in der Regel im Alter von zwölf oder 13 Jahren und endet mit der Einsegnung mit 14. „Entscheidend für den Start ist letztlich, für welches Modell sich die Jugendlichen entscheiden. Längst gibt es nämlich in vielen Gemeinden verschiedene Möglichkeiten“, sagt Pastor Robert Pfeifer, Beauftragter für die Arbeit mit Konfirmandinnen und Konfirmanden in der Propstei Lübeck. Interessierte Mädchen und Jungen können demnach auswählen, ob sie an einem ein- oder zweijährigen Programm teilnehmen möchten. Mancherorts finden die Treffen wöchentlich statt. Einige Gemeinden bieten Blockunterricht an. Auch gestaffelte Unterrichtsoptionen gibt es, in denen das erste Jahr beispielsweise nach der vierten Grundschulklasse stattfindet, das zweite im Alter von 13 Jahren.

Keine Klausuren, keine Hausaufgaben

Wer am Konfi-Unterricht teilnehmen möchte muss zuvor nicht getauft sein. Auch eine Mitgliedschaft der Eltern in der Kirche ist keine Voraussetzung. „Das Einzige, das die Jugendlichen mitbringen müssen, ist Interesse an anderen Menschen, an der Begegnung mit Glauben und an Gott“, fasst Pfeifer zusammen. Ziel des Konfirmandenunterrichts sei es, den christlichen Glauben kennenzulernen - herauszufinden, was Kirche heute ist und was sie macht. 

Über Gott und die Welt diskutieren

Für Kirsten Fehrs, Bischöfin im Sprengel Lübeck und Hamburg, ist der Austausch von elementarer Bedeutung: "Mit welchen Themen auch immer du dich gerade beschäftigst, ob mit dem Krieg in der Ukraine, Streit in der Familie oder im Freundeskreis, ob mit Fragen nach unserer Umwelt und wie wir sie schützen können oder vielleicht noch mit den Auswirkungen der Pandemie – in die Konfirmandengruppe wirst du deine Fragen einbringen können. Zusammen werdet ihr über Gott und die Welt diskutieren", formuliert die Bischöfin in einem Brief an neue Konfirmand:innen.

Segen steht im Fokus der Konfirmation

Am Ende des Unterrichts steht die Konfirmation: „Ein großes Fest, bei dem die Konfis im Mittelpunkt stehen – direkt im Blick von Gott und der Welt“, sagt Oliver Erckens, Beauftragter für die Arbeit mit Konfirmandinnen und Konfirmanden in der Propstei Lauenburg. Es erinnere ihn daran, dass jeder Einzelne diese besondere Beziehung zu Gott habe und sie unterschiedlich erlebt werden könne. „Ausdruck findet das im Segen – also dem Ritual, in dem all die guten Wünsche und die Kraft für die Zukunft und das weitere Leben mit hineingenommen werden“, sagt er „Dieser Segen steht für mich im Mittelpunkt der Konfirmation.“

Hier gibt es weitere Informationen

Wer weitere Informationen sucht, hier werden alle Fragen zum Konfirmandenunterricht beantwortet. Die Kontaktdaten aller Kirchengemeinden in Lübeck und im Herzogtum Lauenburg gibt es hier