600-Mützen-Challenge: Ein Drittel ist geschafft!
Lübeck. Die ersten 200 Mützen sind da – und die Freude ist riesig bei der Seemannsmission Lübeck und im Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg.
Die 600-Mützen-Challenge der Seemannsmission Lübeck entwickelt sich in kurzer Zeit zu einer beeindruckenden Gemeinschaftsaktion. In der Verwaltung des Kirchenkreises Lübeck-Lauenburg treffen inzwischen täglich mehrere Päckchen und Pakete mit gestrickten Wollmützen ein. Die Initiative erhält bundesweit Aufmerksamkeit und bewegt viele Menschen zum Mitmachen.
Wärmende Post aus ganz Deutschland
„Wir bekommen Post aus Köln, aus Sachsen, aus Bayern – aus ganz Deutschland melden sich Strickkreise und möchten uns unterstützen“, berichtet Marco Folchnandt, Leiter der Seemannsmission in Lübeck. Sogar aus Irland erreichen ihn Nachrichten: Eine Lübeckerin, die dort lebt, hat von der Aktion erfahren und ist begeistert.
„Das ist überwältigend und wir sind so, so glücklich“, sagt Folchnandt. Besonders gerührt habe ihn eine ältere Dame, die nicht nur Mützen schickte, sondern auch praktische Tipps zur richtigen Lagerung gab – damit keine Motten eindringen und die wertvollen Stücke bis Weihnachten gut geschützt bleiben.
Hintergrund der Aktion
Die Seemannsmission Lübeck packt jedes Jahr rund 600 Weihnachtstüten mit kleinen Geschenken für Seeleute, die über die Feiertage fern der Heimat sind. In diesem Jahr wird die Aktion um eine besondere persönliche Geste erweitert: Jede Tüte soll zusätzlich eine handgestrickte Wollmütze enthalten – als Zeichen von Wärme, Wertschätzung und Verbundenheit.
Die Geschichten hinter den Mützen berühren. Eine 79-jährige Spenderin aus dem Erzgebirge schreibt, dass sie täglich strickt, um ihre Finger beweglich zu halten. Sie hoffe sehr, dass ihre Mützen den Seeleuten Freude bereiten. Eine andere Unterstützerin legt kleine Briefe in englischer Sprache bei und bedankt sich darin bei den Seeleuten für ihre wichtige Arbeit.
Neben Mützen kommen auch Dreieckstücher, Schals und Socken in Lübeck an – jedes einzelne Stück ein sichtbares Zeichen der Solidarität. Ursprünglich richtete sich der Aufruf an die Lübecker Kirchengemeinden. Marco Folchnandt stellte die Idee im Pfarrkonvent vor – daraus entstand die Mützen-Challenge, die sich rasch weit über Lübeck hinaus verbreitete.
Pröpstin: Das ist gelebte Nächstenliebe
„Mich bewegt sehr, wie viel Herz in jeder einzelnen Mütze steckt“, sagt Pröpstin Petra Kallies. „Diese Aktion zeigt eindrucksvoll, wie aus einer einfachen Idee gelebte Nächstenliebe wird – über Stadt- und Landesgrenzen hinweg. Das ist Kirche im besten Sinne.“
Die ersten gut 200 Mützen hat Marco Folchnandt inzwischen in der Verwaltung des Kirchenkreises abgeholt – und viele weitere sollen folgen.
So können Sie mitmachen
Gestrickte Wollmützen für die Seemannsmission Lübeck können beim Kirchenkreis abgegeben oder per Post geschickt werden an: Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg, Bäckerstraße 3–5 in 23564 Lübeck