„Alte Salzstraße“: Breitenfelde, Gudow und Mölln bilden neuen Pfarrsprengel
Mölln. „Wir arbeiten mit Freude und Begeisterung als Team und nehmen die ganze Region in den Blick“, sagt Pastor Matthias Lage. Die Lauenburger Kirchengemeinden Breitenfelde, Gudow und Mölln gehen schon lange gemeinsame Wege: Seit dem Jahreswechsel 2025/26 haben sie die Bildung eines Pfarrsprengels beschlossen. In diesem Sommer haben sie ihre Kooperation mit dem Namen „Alte Salzstraße“ offiziell besiegelt. Ein Beschluss der vergangenen Kirchenkreissynode bestätigt diesen Schritt.
Wachsende Zusammenarbeit: Sprengelbildung als logische Konsequenz
Viele Aufgaben nehmen die Gemeinden bereits gemeinsam wahr, etwa in der Jugendarbeit oder bei der Planung von Gottesdiensten. Auch in der Kirchenmusik arbeiten sie zusammen: Kantorin Susanne Bornholdt ist für alle drei Gemeinden zuständig. „Der Beschluss der Synode ist der formale Abschluss einer Entwicklung, die wir schon seit längerer Zeit erleben“, sagt Pastor Matthias Lage aus der Kirchengemeinde Mölln. „Es ist immer deutlicher geworden, dass wir enger zusammenrücken wollen. Und dann ist ein Pfarrsprengel eine logische Konsequenz, besser miteinander arbeiten zu können, auch im Bedarfsfall sich besser vertreten und die pastorale Arbeit aufteilen zu können. Und ich glaube, es tut auch dem Zusammenwachsen der Gemeinden richtig gut.“
„Zukunft entsteht dort, wo Gemeinden neue Wege gehen“
Philip Graffam, Propst im Herzogtum Lauenburg, begrüßt die Sprengelbildung: „Ich freue mich sehr über den Weg des Pfarrsprengels ‚Alte Salzstraße‘. Er zeigt, dass Zukunft dort entsteht, wo Gemeinden den Mut haben, zusammen neue Wege zu gehen.“
Zugleich betont Graffam: „Die Gründung des Pfarrsprengels verändert nicht die Eigenständigkeit der drei Kirchengemeinden. Sie schafft vielmehr einen verbindlichen Rahmen für ihre bereits gewachsene Zusammenarbeit.“ Was vorher oft auf freiwilliger Kooperation beruhte, ist nun offiziell kirchenrechtlich beschlossen.
„Alte Salzstraße“ verbindet die Region
Auch der Name entstand gemeinschaftlich. Die Kirchengemeinden riefen ihre Gemeindeglieder dazu auf, Vorschläge einzureichen. Anschließend entschieden die drei Kirchengemeinderäte.
Die Entscheidung fiel auf den Namen „Alte Salzstraße“. Die „Alte Salzstraße“ zählt zu den historischen Handelswegen Norddeutschlands. Über sie gelangte zu Zeiten der Hanse das Salz aus Lüneburg nach Lübeck. Sie führte auch durch die Region der Orte Breitenfelde, Gudow und Mölln: „Wir wollten einen Namen, der unsere Kirchengemeinden verbindet“, sagt Lage. „Mit der Alten Salzstraße konnten sich alle gut identifizieren.“