Suppe, Brot und ein neuer Propst: Lübeck feiert Erntedank
Lübeck. Es ist Zeit, um Danke zu sagen: für die Ernte des Sommers, für die Gesundheit und für das tägliche Brot. Gemeinsam mit Gästen aus nah und fern feiert Lübeck am Sonntag, 4. Oktober 2026, das große Erntedankfest auf dem Markt. Den Auftakt bildet um 12 Uhr der Open-Air-Gottesdienst.
Gemeinsam stehen Lübecks Propst Oliver Erckens, St.-Marien-Pastor Robert Pfeifer, Bäcker Alexander Cochius, Olivia Kempke Geschäftsführerin des Lübeck Managements, und Musizierende des Lübecker Blechbläserensembles auf der Bühne. Mit Musik, gemeinsamen Singen und dankenden Worten steht die Frage im Mittelpunkt, was uns ernährt und was es zu bewahren gilt – für unsere Gesundheit und Zukunft, für Leib und Seele.
Dankbarkeit und Zusammenhalt
Für Oliver Erckens ist es das erste Erntedankfest, das er als Propst feiert. Seit Mai dieses Jahres bekleidet er sein Amt in der Hansestadt. „Ich bin dankbar für den engen Zusammenhalt, den ich in Lübeck spüre – von der Zivilgesellschaft, von den Kirchen und allen Religionsgemeinschaften. An Erntedank wird mir zudem deutlich, wie verzahnt Stadt und Land sind. Die Menschen um Lübeck herum sorgen dafür, dass wir Essen auf dem Tisch haben, und die Menschen in Lübeck arbeiten weiter daran – sei es in der Verarbeitung, Auslieferung oder im Verkauf.“
Brot und Suppe für die Sieben Türme
Zwei Betriebe, die in Lübeck Lebensmittel weiterverarbeiten, sind die Sauerteig-Manufaktur „Kurt&Willi“ und die Schiffergesellschaft. Zum Erntedankfest gibt es frisches Erntedank-Brot aus der Bäckerei und vegane Erbsensuppe aus dem traditionsreichen Restaurant für den guten Zweck: „Der Erlös der Verkäufe geht vollständig an die Stiftung 7Türme+“, sagt Olivia Kempke vom Lübeck Management.
Sie freut sich zudem über die seit 2012 gelebte Erntedank-Tradition auf dem Lübecker Markt: „Gemeinsam feiern wir das Gute, das uns geschenkt ist. Dankbar zu sein, ist eine Gabe. Es tut uns gut, gelegentlich darüber nachzudenken, wie viel Dankbarkeit zu empfinden wir überhaupt noch in der Lage sind.“ St.-Marien-Pastor Robert Pfeifer ist voller Vorfreude: „In all den Jahren hatten wir stets gutes Wetter – spätestens zum Gottesdienst klarte der Himmel auf!“