Kirchenmusikfest "nord.kirche.klang" in Lübeck: Vorfreude bei 2600 Musizierenden
Lübeck. Beim Kirchenmusikfest “nord.kirche.klang” der Nordkirche vom 19. bis 21. Juni 2026 in Lübeck kommen rund 2600 Musizierende aus ganz Norddeutschland zu Konzerten, Workshops und Begegnungen zusammen. Die Eröffnungsveranstaltung findet am Freitag, den 19. Juni, um 19 Uhr mit Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt auf dem Lübecker Marktplatz statt. Dorthin wurde sie auf Bitten der Stadt jetzt verlegt, um am ursprünglichen Ort - der Wiese vor der Holstentorhalle - die neue Grassaat zu schonen.
Zum ersten Mal vereint: Alle Generationen und Bereiche der Kirchenmusik
Erstmals seit Gründung der Nordkirche im Jahr 2012 finden sich alle Bereiche der Kirchenmusik zu einem gemeinsamen Fest zusammen – von Kantoreien über Pop- und Gospelchöre bis hin zu Kinder-, Jugend-, Posaunenchören und Jungbläser:innen. Konzerte und Gottesdienste laden zum Zuhören ein, in vielen Veranstaltungen ist das Publikum eingeladen, selbst mitzusingen.
Informationen zu allen Veranstaltungen gibt es unter www.kirchenmusikfest2026.de.
Über eine kurze Anreise zum Kirchenmusikfest können sich Teilnehmende aus dem Kirchenkreis Lübeck und Lauenburg freuen. Von dort sind viele Gruppen dabei, sie singen und spielen bei Konzerten oder Gottesdiensten und können in Workshops ihren musikalischen Horizont erweitern.
Vorfreude über Begegnungen und Veranstaltungen
Stefan Henatsch ist als Posaunenchorleiter in Breitenfelde mit seinen Bläsern dabei. “Das wird ein großes Treffen, bei dem man sich mit anderen Posaunenchören austauschen kann”, sagt er. “Meine Leute freuen sich alle sehr auf das Event und die vielen Möglichkeiten.” Schon das Eröffnungskonzert der Bläserveranstaltung ist für Henatsch ein Highlight – am 19. Juni kommen um 20.30 Uhr in St. Marien Auswahlchöre der Nordkirche zu einem Einklang zusammen. “Das wird mit Sicherheit sehr feierlich”, sagt Henatsch.
Klangvielfalt bei der “Nacht der Chöre”
Ihren eigenen Auftritt haben die Bläser:innen aus Breitenfelde bei der “Nacht der Chöre” am Sonnabend, 20. Juni 2026, die ab 19 Uhr im Dom stattfindet. Dort ist der Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg ohnehin stark vertreten: Neun Chöre und Bläserensembles haben sich aus den beiden Propsteien angemeldet und präsentieren sich jeweils für 15 Minuten. Kirchenmusikdirektor Peter Wolff aus Lübeck ist sogar mit zwei Chören bei der „Nacht der Chöre“ dabei: Dem Kammerchor “Vocapella” und dem Gospel- und Popchor aus der St.-Gertrud-Gemeinde. Für ihn ist das Besondere: ”Die schöne Atmosphäre, wie wir sie es aus ähnlichen Veranstaltungen in Lübeck aus vergangenen Jahren schon kennen."
Workshops und Mitmach-Veranstaltungen
Nicht nur in Konzerten, Gottesdiensten und Mitmach-Veranstaltungen nehmen die Laienmusiker:innen aus der ganzen Nordkirche teil. In Workshops und besonderen Proben können sie nach individuellen Vorlieben ihren musikalischen Horizont erweitern. Für Stefan Henatsch und seine Bläser:innen ist dabei das “Komponistenporträt für Bläser” am Sonnabendvormittag ein Highlight. Über 1000 Musizierende werden dann in der Musik- und Kongresshalle erwartet, um gemeinsam mit den Komponist:innen neue Werke für Posaunenchöre einzustudieren. Um 16:30 Uhr wird das Geprobte bei einem klanggewaltigen Konzert im Dom präsentiert.
Neben den großen Mitmach-Events gibt es Workshops für Blasinstrumente oder Blockflöten oder zu Themen wie Groove, Stimmbildung und Circlesinging. Auch verschiedene Stile wie Pop, Gospel oder Taizé-Lieder werden hier vermittelt.
Neue Musik entdecken und Mozarts Requiem als “Singalong”
Auch in Peter Wolffs Chor freut man sich auf die neuen Einblicke. Per Warter singt im Tenor und freut sich über die Möglichkeit, abseits des “Choralltags” Neues kennenzulernen und mit vielen Gleichgesinnten direkt auszuprobieren. Er hat sich für den Workshop “Baltische Chormusik” angemeldet. “Weil das eine Region mit toller Chormusik und hoher Wertschätzung für den Chorgesang ist.” Auch beim „Singalong“ des Mozart-Requiems möchte Per Warter dabei sein. Das Publikum wird dabei zum Chor, wenn das Werk nach nur einer Probe am Freitag um 20.30 Uhr im Dom aufgeführt wird.
Abschluss im Fußballstadion an der Lohmühle
Auch der Abschluss von “nord.kirche.klang” zeugt von der Größe des Kirchenmusikfests. In einem Gottesdienst im Stadion an der Lohmühle, am Sonntag, den 21. Juni, ab 11 Uhr musizieren noch einmal alle Teilnehmenden zusammen.
Die Eröffnung, Evensong, Offenes Singen, Nacht der Chöre, Nachtgebet, Abendsegen und Abschlussgottesdienst finden bei freiem Eintritt statt. Eintrittskarten zu den Konzerten gibt es für 10 Euro an den Abendkassen.