Podcast-Folge und Video-Clips feiern verbindende Kraft der Musik
Lübeck. Ein Hoch auf die Kirchenmusik! Was für viele erst einmal angestaubt klingt, ist für andere ein riesiger Schatz. Um genau diesen Schatz geht es in der neuen Podcast-Folge “Von Pfeifen und Pfaffen” und in drei Video-Clips, die beim Kirchenmusikfest der Nordkirche diesen Sommer entstanden sind.
Verbindene Kraft der Musik
Was wäre die Kirche ohne die Musik? Kaum vorstellbar! Deutlich wurde das beim großen Kirchenmusikfest “nord.kirche.klang” diesen Sommer in Lübeck. Musiker:innen und Sänger:innen der unterschiedlichsten Sparten kamen zusammen, um gemeinsam zu musizieren und brachten damit die Stadt zum Klingen.
Bischöfin Kirsten Fehrs hob in ihrer Abschlusspredigt die Kraft der Kirchenmusik hervor: “Musik ist eine Sprache, die verbindet, die klug ist und das Herz versteht. Wahrhaftig und kraftvoll und tröstlich.” Kirchenmusik sei dabei weit mehr als eine Bereicherung kirchlicher Veranstaltungen. “Sie ist nicht etwa schmückendes Beiwerk im Gottesdienst. Sie ist selbst eine Sprache des Glaubens.”
Drei Fragen zur Kirchenmusik auf Instagram
Wo also kann man besser mit Menschen über die Kirchenmusik sprechen als auf dem Kirchenmusikfest? Darum nahm Tomke David Buchholz, Kirchenmusiker in Ratzeburg und Host des Podcasts “Von Pfeifen und Pfaffen”, das Event zum Anlass, um Besucherinnen und Besuchern drei Fragen zu stellen. Ausgerüstet mit einem “Blockflöten-Mikrofon” fragte er: Warum ist dir Kirchenmusik so wichtig? - Was wünschst du dir für die Kirchenmusik? und Wenn Kirchenmusik ein Möbelstück wäre, was wäre sie für dich?
Selbstverständlich musste auch Bischöfin Fehrs sich den drei Fragen stellen. Vom Propst über Kantorinnen und Kantoren bis zu Musiker:innen aus den unterschiedlichsten Ensembles kam eine bunte Mischung aus Interviewten zusammen mit teils überraschenden Antworten.
Die drei entstandenen Video-Clips werden in den kommenden Tagen auf dem Instagram-Kanal des Kirchenkreises Lübeck-Lauenburg zu sehen sein.
Podcast-Folge “Der Tag, mein Gott, ist nun vergangen”
Von seinen Erfahrungen als Reporter mit der “Lizenz zum Fragenstellen” berichtet Tom Buchholz in der aktuellen Folge des Gesangbuch-Podcasts “Von Pfeifen und Pfaffen”. Denn auch da spielt die verbindende Kraft der Kirchenmusik eine Rolle.
Im Gespräch zwischen Pastor Jaan Thiesen und Tom Buchholz geht es diesmal um das bekannte Abendlied “Der Tag, mein Gott, ist nun vergangen”, das in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als "The day Thou gavest, Lord, is ended" in England von John Ellerton geschrieben wurde. Die Melodie stammt von Arthur Sullivan.
Klassik, Pop und Weltkirche
Das Besondere: Das Lied machte weltweit Karriere, denn Königin Victoria wünschte es sich 1897 zur Feier ihres Diamantenen Thronjubiläums und so wurde es im gesamten British Empire gesungen.
In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde das Lied auch in Deutschland populär und ist heute kaum noch aus Abend-Gottesdiensten wegzudenken.
In der dritten Folge der dritten Staffel sprechen Jaan Thiesen und Tom Buchholz über die Unterschiede zwischen klassischer und populärer Kirchenmusik, über Liturgie und Stundengebet und darüber, ob es eigentlich sowas wie ein Weltkirchen-Gefühl gibt.
Der Podcast “Von Pfeifen und Pfaffen” ist unter anderem zu hören auf Spotify, Apple Podcasts, YouTube und podcast.de.