Lübeck

Sonniges Erntedankfest auf dem Markt in Lübeck

Lübeck. Das schöne Wetter hatte Lübecks Marienpastor Robert Pfeifer vorhergesagt – die Sonne strahlte mit den Gesichtern der Besucher beim Erntedankfest am Erntedank-Sonntag, den 4. Oktober 2026, um die Wette. Der Open-Air-Gottesdienst auf dem Markt zog Hunderte Menschen an. Musikalisch begleitet wurde er vom Lübecker Blechbläserensemble.

Dank für die Ernte und die Menschen dahinter

“Seit 14 Jahren feiern wir das Erntedankfest hier auf dem Markt und sagen ‘Danke’ – an die Natur und ihre Früchte und an die Menschen und ihre Arbeit, die sie für unser aller Essen tun", sagte Robert Pfeifer. “Wir dürfen uns bewusst werden, dass wir das meiste geschenkt bekommen und die gute Erde Gottes bewahren und wertschätzen müssen.”

Lübecks Propst Oliver Erckens stellte Alexander Cochius vor, den Bäcker der leckeren Sauerteigbrote “Kurt” aus Roggen und “Willi” aus Weizen. In seiner Predigt knüpfte Erckens an die Lesung zur Brotvermehrung an. Olivia Kempke vom Lübeck Management hielt die Lesung. Sie hatte vor 14 Jahren die Initialzündung für das große Erntedankfest gegeben.

“Vor über 2.000 Jahren waren viele Menschen, mehr als hier heute sind, über 4.000 Leute, sehr hungrig. Sie hatten über drei Tage nichts gegessen. Und Jesus’ Jünger wurden unruhig: Einige Brote und ein paar Fische waren alles, was sie hatten. Das musste reichen. Zur Überraschung aller: Es reichte. Am Ende blieb sogar noch etwas übrig.”

Und genau das werde auch heute gefeiert: “Wir feiern das Geben und Nehmen, wir feiern die Landwirtinnen und Landwirte, die Bauern, die Bäcker, Pflegekräfte, Kaufleute und Handwerker. Wir feiern, dass Menschen da sind, die für uns sorgen – und wir feiern Gott, der das Seine dazu gibt.”

Annegret Röther vom Vorstand der Stiftung 7Türme+ stellte den neuen Kalender 2027 vor. 15 Euro des Verkaufspreises von 29,50 Euro fließen direkt in die Stiftung und damit in den Erhalt der Innenstadtkirchen. Der Kalender ist ab sofort im Handel erhältlich.

Gemeinsamer Ausklang

Mit einem gemeinsamen Vaterunser klang der Open-Air-Gottesdienst aus. Anschließend hatten die Gäste Gelegenheit, auf dem Markt zu verweilen, Erbsensuppe der Schiffergesellschaft zu essen, die Sauerteigbrote “Kurt & Willi” für den Erhalt der Innenstadtkirchen zu kaufen, beim großen Abernten der “Sommerwiese” auf dem Koberg dabei zu sein oder die verkaufsoffenen Geschäfte in der Innenstadt zu besuchen.