St. Petri quietscht nicht mehr: Spektakuläre Bilder eines luftigen Einsatzes
Lübeck. Wer abends oder nachts durch Lübeck gelaufen ist, der hat bis vor wenigen Wochen mitunter so ein merkwürdiges Quietschen gehört. Mal markanter, mal leiser - je nach dem, woher und wie stark der Wind über der Altstadtinsel wehte. Woher das Geräusch kam, war zunächst nicht so richtig zu identifizieren. Allerdings wurde es, je mehr man sich St. Petri zu Lübeck näherte, intensiver… Jetzt gibt es eine Erklärung - und eine Lösung des Problems gleich dazu.
Rätselhaftes Quietschgeräusche in Lübeck
“Streng genommen hat St. Petri zu Lübeck ja nicht nur einen, sondern fünf Türme”, berichtet Lilly Schaack, Pastorin der Hochschule- und Kulturkirche. Wer den Blick gen Himmel richtet, wird vier kleine Türme an dem bald 800 Jahre alten Backsteinbau entdecken. "Und an diesen vier Türmen befinden sich kleine Kupferfahnen, die für das Quietschen verantwortlich waren", erläutert die Pastorin.
Ein Einsatz für die Spezialkletterer
Ein Fall für Henrik Meger und sein Team. Seit Jahren ist der Spezialkletterer mit seinen Kollegen immer wieder im Kirchenkreis im Einsatz, wenn an Türmen, Kugeln, Wetterhähnen und Spitzen Kontrollarbeiten oder Sicherungsmaßnahmen von Nöten sind. Auch diesmal war der Spezialist im Einsatz: “Vor einigen Wochen war das Team zum ersten Mal zu Besuch und hat die Fahnen abgenommen, poliert, geölt - und jetzt wieder eingesetzt”, berichtet Lilly Schaack.
Seither drehen sich die Fähnchen wieder geschmeidig und geräuschlos im Wind. Und das ist noch nicht das Beste: Während des Einsatzes sind spektakuläre Bilder entstanden. Die schönsten Aufnahmen von Henrik Meger und seinem Team zeigen wir jetzt.