Eil-Kundgebung für Demokratie in Lübeck
Lübeck. Zu einer Eil-Kundgebung für Demokratie laden am Montag, den 7. September 2026, mehrere Gruppen und Verbände auf den Lübecker Markt ein. Hintergrund sind die Ergebnisse der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Auch die evangelische Kirche ist dabei.
Haltung zeigen aus dem Glauben heraus
“Kirche muss Haltung zeigen, wenn Menschenrechte in Gefahr sind”, sagt Pastorin Anne Mareike Müller von der Laurentiusgemeinde in Lübeck. Sie wird bei der Kundgebung einen Redebeitrag halten. “So handeln wir aus dem festen Glauben heraus, dass in der Gottesebenbildlichkeit die Menschenwürde begründet liegt. Wer Menschen ausgrenzt, grenzt Gott aus.”
“In Lübeck erlebe ich es als große Stärke, dass unterschiedliche Akteure zusammen auf die Straße gehen und für Freiheit und Menschenrechte einstehen", betont Oliver Erckens, Propst in Lübeck betont. “Mir liegt daran, dass wir gemeinsam für die Würde einstehen, die jedem Menschen gilt und für die demokratischen Grundwerte in unserer Gesellschaft. Dafür braucht es immer wieder Möglichkeiten der Verständigung und Orte, die das ermöglichen sowie sichtbare Zeichen der Verbundenheit wie bei den Kundgebungen auf dem Markt in Lübeck.”
Zeichen des Zusammenhalts
Die Initiative “Wir können sie stoppen - Lübeck gegen Rechts” schreibt auf Instagram: "Die Kundgebung soll ein Ort des Zusammenkommens sein. Ein Ort für alle, die angesichts des Erstarkens rechtsextremer Kräfte besorgt, erschrocken oder wütend sind und die gleichzeitig zeigen wollen: Wir sind viele. Wir stehen zusammen. Und wir überlassen die Demokratie nicht denen, die sie angreifen.“
“Wir können sie stoppen" ist ein Zusammenschluss aus unterschiedlichen Gruppen, Organisationen und Privatpersonen, die seit vielen Jahren Demos und Kundgebungen für Demokratie in Lübeck organisieren.
Die Initiatorinnen rufen alle Lübecker auf, am Montag auf den Markt zu kommen. Eingeladen sind demokratische Parteien ebenso wie Gewerkschaften, Religionsgemeinschaften, Vereine, Verbände, Initiativen und alle Menschen, die für eine offene Gesellschaft einstehen.