Mölln

Erster CSD in Mölln: Gemeinsam für Vielfalt und Respekt

Mölln. Mölln feiert seinen ersten Christopher Street Day (CSD): Am 8. August 2026 startet die Demonstration um 14 Uhr am Bahnhof in Mölln. Von dort ziehen die Teilnehmenden gemeinsam zur Feldbäckerei. Für den Demonstrationszug sind 400 Menschen angemeldet. Auf dem Gelände der Feldbäckerei gibt es im Anschluss ein Fest mit Musik, Redebeiträgen und Segnungen. Die Trägerschaft des ersten CSD in Mölln hat die Kirchengemeinde Mölln übernommen.

Möllns Bürgermeister Ingo Schäper wird ebenso sprechen wie Vertreterinnen und Vertreter der „Partnerschaften für Demokratie“, des Queeren Ausschusses von Verdi und der Kirchengemeinde Mölln. Für die Musik sorgen Mimi Wohlleben und Lebiot.

Kirchengemeinde bietet persönliche Segnungen an

Für Pastor Matthias Lage ist der CSD Ausdruck einer offenen und vielfältigen Gesellschaft, in der jeder Mensch dazugehören kann. Deshalb beteiligt sich die Kirchengemeinde Mölln nicht nur an der Organisation, sondern lädt während des Festes auch zu persönlichen Segnungen ein.

„Wir freuen uns darauf, gemeinsam durch Mölln zur Feldbäckerei zu ziehen und wer möchte, kann sich auf dem Fest persönlich segnen lassen“, sagt Matthias Lage.

Sichtbarkeit für queeres Leben auch in Mölln

Besonders für junge Menschen habe der erste CSD eine große Bedeutung, sagt der Pastor. Es sei wichtig zu erleben, dass queeres Leben auch im ländlichen Raum selbstverständlich seinen Platz habe. „Gerade junge Menschen erleben, wie gut es tut, zueinander zu stehen und zu merken: Wir sind hier willkommen. Es ist schön zu sehen, dass queeres Leben auch in Mölln sichtbar wird und nicht nur in den großen Städten.“

Organisationsteam setzt auf einen geschützten Rahmen

Damit sich alle Teilnehmenden wohl und sicher fühlen können, begleitet ein Schutzkonzept die Veranstaltung. Ordnerinnen und Ordner sowie ein Awareness-Team stehen während des gesamten CSD bereit. „Unsere Ordner:innen und das Awareness-Team sind darauf vorbereitet, auf schwierige Situationen zu reagieren und Menschen zu unterstützen“, sagt Hemera aus dem CSD-Organisationsteam.

Den ersten CSD hat das Team bewusst in einem überschaubaren Rahmen geplant: „Wir wollten zunächst klein anfangen und schauen, wie der erste CSD angenommen wird. Daraus können wir für die Zukunft lernen“, sagt Hemera.