Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg

Sechs Jahre #liveline: Letzter digitaler Gottesdienst mit Petra Kallies

Lübeck. Ein besonderer Moment für die digitale #liveline-Gemeinde des Ev.-Luth. Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg: Am Sonntag, 22. März 2026, hat Pröpstin Petra Kallies zum letzten Mal beim Online-Gottesdienst #liveline gepredigt. Der Gottesdienst ist weiterhin auf YouTube abrufbar.

Abschied - sechs Jahre nach der Premiere

Sechs Jahre nach der ersten Sendung verabschiedete sich Kallies aus der digitalen Gemeinde. Die Idee für einen Online-Gottesdienst entstand am Freitag, 13. März 2020, als angesichts der Corona-Pandemie immer mehr Sicherheitsmaßnahmen beschlossen wurden und alle Gottesdienste abgesagt werden mussten. Gemeinsam mit Pastor Heiko von Kiedrowski entwickelte die Pröpstin kurzfristig das Konzept eines Gottesdienstes im Internet. Nur zwei Tage später ging die erste Sendung am 15. März 2020 on air.

„Wir wollten damals eine Rettungsleine auswerfen – für Menschen, die plötzlich keinen Gottesdienst mehr besuchen konnten und sich nach Gemeinschaft und Hoffnung sehnten“, erinnert sich Pröpstin Petra Kallies. „Dass daraus ein Format entstehen würde, das über Jahre hinweg so viele Menschen erreicht, hätten wir uns damals nicht vorstellen können.“

“Das ist ein emotionaler Moment für mich”

Was als schnelle Reaktion auf die Pandemie begann, entwickelte sich zu einem festen digitalen Format: #liveline steht seit dem Frühjahr 2020 für interaktive Verkündigung, digitale Gemeinschaft und geistliche Impulse über Gemeindegrenzen hinweg. Die Gottesdienste werden von bis zu 30.000 Menschen verfolgt. Das Projekt wird maßgeblich von einem jungen Team aus Haupt- und Ehrenamtlichen aus der Region Lübeck getragen.

Metallica meets #liveline

Der Abschiedsgottesdienst am 22. März wurde auch persönlich für Petra Kallies besonders: Gesendet wurde aus der Auferstehungskirche in der Lübecker Kirchengemeinde Marli-Brandenbaum, der neuen #liveline-Kirche – und ausgerechnet aus der Kirche, in der sie viele Jahre zuvor ihre erste Predigt gehalten hat. „Das ist für mich ein sehr emotionaler Moment“, sagt Kallies.

Musikalisch wünschte sich die Pröpstin einen besonderen Song: Die #liveline-Band spielte „Nothing Else Matters“ von Metallica. Auch ihre Predigt griff eine zentrale Frage auf: „Worauf kommt es an im Leben?“

Worauf kommt es an im Leben?

„Diese Frage begleitet uns alle – gerade in Zeiten großer Veränderungen“, sagt Kallies. „Ich wünsche mir, dass wir uns im Glauben immer wieder daran erinnern: Was wirklich zählt, trägt auch durch Abschiede und neue Aufbrüche.“

Der Name #liveline bedeutet übersetzt Rettungsleine oder Lebensader. „Genau das wollten wir sein: eine Verbindung zu Menschen, die wir vielleicht nie persönlich treffen – aber die sich mit uns im Glauben verbunden fühlen“, so Kallies.