Ein historisches Instrument in Behlendorf
Die Orgel der Kirche in Behlendorf wurde 1868 von Johann Friedrich Schulze erbaut und begleitet seit mehr als 150 Jahren das gottesdienstliche und musikalische Leben der Gemeinde. Das historische Instrument mit seinen sieben Registern ist ein wichtiger Bestandteil der Kirchenausstattung und ein Zeugnis des regionalen Orgelbaus des 19. Jahrhunderts
Erhalt der Orgel
In den 1960er Jahren wurde der Zustand der Orgel eingehend untersucht. Während zunächst sogar ein Neubau empfohlen wurde, setzte sich wenig später die Auffassung durch, die historische Substanz zu bewahren. Orgelbauer Klaus Becker sprach sich ausdrücklich für die Erhaltung und Überholung des Instruments aus.
Restaurierung | Umbau 1972
1972 erfolgte eine umfassende Instandsetzung der Orgel. Dabei wurden technische Mängel behoben und verschiedene Bauteile überarbeitet. Während der Arbeiten entdeckte man zudem Schäden durch Wurmbefall an mehreren Holzpfeifen. Um die Spielbarkeit und den Klang zu sichern, wurden weitere Restaurierungsmaßnahmen durchgeführt.
Im Zuge der Arbeiten wurde das Register Quinte 2 2/3′ durch eine Quinte 1 ⅓′ ersetzt. Der historische Charakter des Instruments blieb dabei erhalten.
Besondere Merkmale der Behlendorf Orgel
- Historische Orgel aus dem 19 Jahrhundert
- Einmanualige Schleifladenorgel mit angehängtem Pedal
- Sieben Register in historischer Disposition
- Geigenprinzipal 8′ als charakteristisches Klangregister
- Erhaltung der historischen Substanz statt Neubau
- Restaurierung | Umbau durch Klaus Becker im Jahr 1972
Disposition
| Manual C-f³ | Pedal C- | |
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1. Lieblich Gedackt 16' 2. Geigenprinzipal 8' 3. Gedackt 8' 4. Prinzipal 4' 5. Flöte 4' 6. Quinte 1 ⅓' 7. Mixtur II | Angehängt Spielhilfen: Kalkantenzug
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1868
Bau der Orgel von Johann Friedrich Schulze
1966
Begutachtung des Instruments durch Kirchenmusikdirektor Helmut Schröder und Diskussion über einen möglichen Neubau.
1970
Gutachten von Orgelbauer Klaus Becker mit Empfehlung zum Erhalt des Instruments.
1972
Umfassende Restaurierung und technische Überarbeitung der Orgel durch Orgelbauer Klaus Becker
Quellen
Archiv des Ev.-Luth. Kirchenkreises Lübeck-Lauenburg, zusammengestellt von Dr. Claudia Tanck.