Die Geschichte der Becker-Orgel in der Maria-Magdalenen-Kirche
Mit der Einweihung der Becker-Orgel im Jahr 1974 begann für die Kirche Groß Berkenthin ein neues Kapitel ihrer langen kirchenmusikalischen Tradition. Das Instrument, gebaut von der Orgelbauwerkstatt K. Becker aus Kupfermühle bei Bad Oldesloe, ersetzte seine Vorgängerin und wurde zur mittlerweile vierten Orgel in der Geschichte der Kirche.
Ein Instrument für Gottesdienst und Kirchenmusik
Bereits einige Jahre zuvor hatte die Kirchengemeinde mit den Planungen für den Neubau begonnen. Das Ergebnis war ein Instrument mit 13 Registern auf zwei Manualen und Pedal sowie insgesamt 930 Pfeifen.
Optisch fügt sich die Orgel aus Eichenholz, kunstvollen Verzierungen und den Schaupfeifen aus Zinn harmonisch in den Kirchenraum ein.
Eine wechselvolle Orgelgeschichte
Die Geschichte der Berkenthiner Kirchenorgeln war immer wieder von Schäden und Neubauten geprägt.
Die erste bekannte Orgel wurde beim Kirchenbrand von 1816 schwer beschädigt. Löschwasser drang in das Instrument ein und zerstörte große Teile des Pfeifenwerks.
Erst 1828 konnte eine neue Orgel fertiggestellt werden. Sie verfügte über zwei Manuale, Pedal und 18 Register. Doch auch dieses Instrument blieb nicht dauerhaft erhalten und wurde später durch einen Blitzschlag erheblich beschädigt.
Im Jahr 1899 erhielt die Kirche eine dritte Orgel. Sie wurde von dem Orgelbauer Furtwängler aus Hannover gebaut und besaß 14 Register sowie eine pneumatische Traktur. Jahrzehnte später erlitt auch dieses Instrument schwere Schäden. Beim Kreisfeuerwehrtag 1955 drang während eines Brandmanövers Wasser in die Kirche ein und beschädigte die Orgel nachhaltig. Trotz Reparaturen konnten die Folgen nie vollständig behoben werden. Hinzu kam später Wurmbefall in Teilen der Holzkonstruktion.
Daten:
1974 Orgelbauwerkstatt K. Becker aus Kupfermühle bei Bad Oldesloe
13 Register auf zwei Manualen und Pedal mit insgesamt 930 Pfeifen