Bienenschwarm des Kirchenkreises: Jetzt wurde die Königin gekrönt
Lübeck. Die Resonanz war groß: Die Geschichte des Bienenschwarms, der Anfang Juni 2026 vor der Kirchenkreis-Verwaltung entdeckt worden war, hat viele Nutzer:innen in den sozialen Medien sehr bewegt. Die Community hat auch einen Namen für die Bienenkönigin gefunden, die Imker und "Bienenretter" Philipp Werner nun feierlich gekrönt hat.
Es summt und summt und summt im Garten von Philipp Werner - kein Wunder, denn die Tiere des Imkers aus Lübeck-Schlutup machen ihrem Namen alle Ehre: Fleißig fliegen sie zu ihrem Zuhause und wieder los auf der Suche nach Nektar und Pollen. Auch darunter: der Schwarm aus 20.000 bis 25.000 Tieren, der am 3. Juni an einem Ast vor der Kirchenkreisverwaltung entdeckt worden war und herabzufallen drohte. Philipp Werner hatte das Volk damals sicher eingefangen und nach Hause gebracht. Zum Glück handelte es sich bei den Kirchenkreis-Bienen um Carnica, der Honigbienen-Unterart, die sowieso schon bei dem Imker im Garten lebt und herumschwirrt. "Ihnen geht's jetzt gut und sie fühlen sich wohl", sagte Philipp Werner schon vor zwei Wochen, als auf dem Instagram-Kanal @kirche_ll ein Aufruf gestartet worden war: Wie soll die Bienenkönigin des Kirchenkreises heißen?
Viele kreative Namensideen für die Bienenkönigin
Beeoncé von Bieneck, SaBiene, Maja, Summtrud oder Queen Victoria - auch in der Kommentarspalte unter dem Beitrag summte es gewaltig: Viele Nutzer:innen posteten ihre kreativen Namensideen, die wiederum von dem Imker, der auch aktives Kirchenmitglied ist, fleißig kommentiert wurden. Und dann kommt es schließlich zu dem spannenden Moment, der auch per Video festgehalten wird: der Krönung der Bienenkönigin.
Alles markiert: Bienenkönigin, Bienenstock und Gewinner:in
"Zuerst müssen wir die Bienenkönigin überhaupt finden", sagt der Imker, der in Schutzkleidung eines der Rähmchen, in dem die Bienen ihre Waben bauen, aus dem Bienenstock zieht. Und hat gleich Glück: die Bienenkönigin ist deutlich zu erkennen - sie ist größer und hat einen längeren Hinterleib. Mit einem Glasröhrchen fängt Philipp Werner sie vorsichtig ein. Zwischen zwei Pads wird die Bienenvolk-Regentin vorsichtig festgehalten und bekommt dann ein wenig Kleber auf den Rücken. "Ihre Krone ist sozusagen ein Opalit-Plättchen mit einer Nummer", erklärt Werner. "Nun kann man anhand der Farbe sehen aus welchem Jahr sie stammt." Imkern hilft das unter anderem bei der schnelleren Auffindung und der Altersbestimmung. Da es sich um eine besondere Bienenkönigin handelt, bekommt sie außerdem ihren persönlichen Namen aus der Reihe der vielen Namensvorschläge. Die Wahl fällt auf: "Bee-Anka". "Der Gewinner oder die Gewinnerin bekommt etwas Süßes", sagt Philipp Werner - und zwar Honig und eine Holstentor-Kerze aus Bienenwachs, sozusagen direkt von der Quelle.
Und: Auf dem Bienenstock klebt jetzt auch das Logo des Kirchenkreises. Da kann man - oder beziehungsweise Biene - sich ja jetzt eigentlich gar nicht mehr verfliegen, oder?